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ZEITGEN. BULGARISCHE KUNST (26.10. - 20.12.2007)

bulgarien

Ausstellung Bulgarischer Künstler im KuK-Monschau

calendar Eröffnung am 26. Oktober 2007 um 16.00 Uhr.

Ausstellungsdauer: 26.10. - 20.12.2007

Prof. Vasil Stoilov
Kiril Petrov
Prof. Veselin Staikov
Emil Stoichev
Stanimir Zhelev 
Toma Trivonovski
Milko Boschkov
Sonia Rusov
Oleg Kostadinov
Sdravko Salabaschev 
Margarita Pueva
Valentina Batschwarowa
Maria Chakarova
Nikolai Arnaudov


Grußworte: Carl Meulenbergh (Landrat des Kreises Aachen), Svetlan Stoev (Bulgarischer Botschafter), Theo Steinröx (Bürgermeister der Stadt Monschau)
Einführung: Dr. Nina Mika-Helfmeier
Projektleitung: Dr. Nina-Mika Helfmeier / S16

Eintritt frei!


„Die Bulgarische Kunst hat sich unabhängig von allen anderen Experimentierschulen entwickelt. Sie hat eine eigene menschliche und bürgerlich ästhetische Richtung eingeschlagen. Der neue bulgarische Realismus bietet, ... kein schlichtes Welt-Abbild mehr. Er hat vielmehr sinnbildhafte Züge angenommen.“ (Dr. H. Richter)


Pressestimmen:

Kunst als Brücke nach Bulgarien
Andreas Gabbert / Aachener Nachrichten, Ausgabe Eifel 28.10.2007 

Monschau. Bulgarien und Monschau lernen sich kennen. Der Botschafter der Republik Bulgarien, Svetlan Stoev, war nun im Kunst- und Kulturzentrum (KuK) zu Gast, um dort die Ausstellung zeitgenössischer bulgarischer Kunst zu eröffnen. 
In entspannter Atmosphäre wurden zwischen der bulgarischen Botschaft und der Stadt Monschau Kontakte geknüpft, die in Zukunft intensiviert werden sollen. 

Die Anwesenheit des Botschafters zeige deutlich, dass es sich um keine gewöhnliche Ausstellung handele, die dort im KuK der Öffentlichkeit präsentiert wird, stellte der stellvertretende Landrat Hans Körfer in seiner Rede heraus. Als er hörte, dass es um bulgarische Künstler gehe, sei ihm gleich die wohl größte Kunstaktion in Monschau eingefallen. 

Im Jahr 1971 hatte der damals noch nicht besonders bekannte bulgarische Künstler Christo Javacheff die Burg Monschau verhüllt. Heute kennt man ihn nur noch unter seinem Vornamen und in Kombination mit seiner Frau Jean-Claude.
 
Bulgarische Kunst habe in Monschau also durchaus eine gewisse Tradition. Nun seien in Monschau Arbeiten von bulgarischen Künstlern zu sehen, die in dieser Form noch nie in Nordrhein-Westfalen gezeigt wurden. Die Ausstellung habe ein äußerst hohes Niveau und sei Aushängeschild für den gesamten Kreis Aachen. 

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Der Botschafter Bulgariens eröffnete im KuK in Monschau die Ausstellung zeitgenössischer bulgarischer Künstler. Von links: Dr. Nina Mika-Helfmeier, Sonia Ruskov, Nikolais Arnaudov, Margarita Pueva, Svetlan Stoev, Bürgermeister Theo Steinröx und Vize-Landrat Hans Körfer. Foto: Andreas Gabbert 



Kunst aus Bulgarien im KuK
Andreas Gabbert, Aachener Nachrichten, Ausgabe Eifel 24.10.2007 

Monschau. Die bulgarische Kunstszene ist im Kommen, in Deutschland aber noch wenig bekannt. Eine Ausstellung zeitgenösschischer bulgarischer Künstler im Monschauer KuK möchte nun einen Beitrag leisten dies zu ändern.
Die Ausstellung wird landesweit präsentiert und ist innerhalb NRWs erstmals in Monschau zu sehen. Der bulgarische Botschafter Svetlan Stoev wird am Freitag, 26. Oktober, um 16 Uhr die Ausstellung im KuK eröffnen.

Die bulgarische Kunst hat sich isoliert entwicklet und war bis ins 18. Jahrhundert religiös orientiert, zahlreiche Ikonen bieten dafür Belege. In der Mitte des 19. Jahrhunderts war es vor allem Stefan Dospevski, der den Weg aus der Isolation suchte.

Das 19. und 20. Jahrhundert war fern von Impressionismus und Kubismus vor allem durch Realismus gekennzeichnet. Beispielhaft dafür sind die Landschaftsmalereien von Professor Vassil Stoilov. Bedeutende Arbeiten Stoilovs finden sich in bekannten Museen wie der Nationalgallerie Sophia. Einige seiner Arbeiten werden auch im KuK zu bewundern sein.
In den 1960er Jahren nahmen neue stilistische und thematische Bereiche Einfluss auf die bulgarische Kunst.

Die 1970er Jahre zeugen von keinem simplen Weltbild, es dominierte der Realismus mit expressiven Mitteilungsformen. Wie in anderen osteuropäischen Ländern wurden historische Phänomene und politische Situationen abstrakt dargestellt.
Heute ist bulgarische Kunst eine europäische Kunst mit differnenzierenden thematischen Darstellungen, gerne wird auch das Schlagwort vom koloristischen Rausch gebraucht. Viele der bulgarischen Künstler leben und arbeiten außerhalb ihres Heimatlandes.

Koloristischer Rausch
Arbeiten international etablierter Künstler wie Professor Emil Stoichev, dessen Werke mehr ins Abstrakte gehen, werden ebenso in Monschau bestaunt werden können, wie die Arbeiten von Toma Trivonovski. Sie zeigen ein altes Thema bulgarischer Kunst mit relativ modernen Schattierungen: Bauerngesichter werden aus interessanter Perspektive ikonenmäßig dargestellt.

Kiril Petrov entfaltet eine große Detailverliebtheit in leuchtenden Farben, hier passt das Schlagwort koloristischer Rausch sehr gut.

Zu den Meistern der Lithographie gehört Milko Boschkov - alte Motive in abstrakter Darstellung mit geheimnisvollen Details regen den Betrachter seiner Bilder an.

Nikolai Arnaudov lebt in der Aachener Region. Er arbeitet mit einer Mischtechnik auf Papier. Seine urbanen Motive sind abstarkt und figurativ mit surrealen Elementen. Neben Bildern verschiedener Künstler werden auch Skulpturen von der Malerin und Bildhauerin Margarita Pueva zu sehen sein.

Zur Ausstellungseröffnug am Freitag werden Sonia Ruskov, Margarita Pueva und Nikolai Arnaudov stellvertretend für alle teilnehmenden Künstler in Monschau vor Ort sein.

Die Ausstellung ist bis zum 20. Dezember geöffnet und bietet eine gelungene Retrospektive der letzten 70 Jahre. Gezeigt werden Werke von Prof. Vasil Stoilov, Kiril Petrov, Prof. Veselin Staikov, Emil Stoichev, Stanimir Zhelev, Tomar Trivonovski, Milko Boschkov, Sonia Ruskov, Oleg Kostadinov, Sdravko Salabaschev, Margarita Pueva, Valentina Batschwarowa, Maria Chakarova und Nikolai Arnaudov.

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Nikolai Arnaudov stellt gemeinsam mit 13 weiteren Künstlern in Monschau aus. Die Arbeiten der bulgarischen Künstler sind bereits im KuK angekommen. Bis zur Eröffnung der Ausstellung am Freitag werden sie ihre Plätze in den Räumen des KuK gefunden haben. 
Foto: Andreas Gabbert
 

 

Einblicke in die Veranstaltung

Fotos: Bernd Held


 

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