Economy Meets Art
Start · KuK-Veranstaltungen · Veranstaltungen 2010 · EMIL SORGE (08.10. - 22.12.2010)

EMIL SORGE (08.10. - 22.12.2010)

emilsorge

Emil Sorge „Schwarzes Haus – Rotes Haus“

calendar Eröffnung am 8. Oktober 2010 um 17.00 Uhr.

Ausstellungsdauer: 08.10.2010 - 22.12.2010

Eröffnung durch Sabine Rother.
Tanzperformance von Tänzern der Compagnie Irene K. (Eupen).
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Künstlerische Leitung: Dr. Nina Mika-Helfmeier / S16

 


Eine starke Künstlerpersönlichkeit

KuK Monschau zeigt die ganze künstlerische Bandbreite von Emil Sorge

 emilsorge_fotoMonschau. Mit der aktuellen Ausstellung „Schwarzes Haus – Rotes Haus“, zeigt das Kunst und Kulturzentrum der Städteregion Aachen in Monschau (KuK)einen imposanten Überblick über die gesamte Bandbreite des künstlerischen Schaffen von Emil Sorge. Ob es sich dabei um Holzschnitte, Malerei oder (Leucht-)Skulpturen handelt – der in Stolberg-Breinig lebende Künstler überzeugt immer durch seine autonome Wertigkeit. Dabei ist es ihm wichtig, dass die verschiedenen Gattungen nicht bewertet, sondern gleichwertig betrachtet werden. Seine akademische Trennung von Malerei, Zeichnung und Skulptur weiß zu begeistern; Emil Sorge brilliert als gereifte Künstlerpersönlichkeit, die unbeirrbar ihren Weg geht. Mainstream ist seine Sache nicht. Er konzentriert sich stets auf den Menschen, seine Mythen und seine transzendentale Ausrichtung zum Thema.

Offenes Gespräch statt Laudatio
Zur Ausstellungseröffnung begrüßte Dr. Nina Mika-Helfmeier, Leiterin des KuK, neben vielen Gästen auch Sabine Rother. Die Aachener Journalistin stellte Emil Sorge mit einem interessanten Gespräch vor. „Ich arbeite gerne zurück gezogen, brauche dann aber auch immer wieder den Kontakt zu Menschen“, so der Künstler über sich selbst. In Anspielung auf die ausgestellte Haus-Skulptur gestand er: „Seit ich mit Lichtinstallationen arbeite, habe ich das Gefühl mit dem Universum Kontakt aufgenommen zu haben.“ Von Sabine Rother auf die wilde Düsseldorfer Zeit Ende des 70er Jahre angesprochen, in der auch er als junger Künstler vieles auf den Kopf gestellt hatte, gestand er, sich den Drive bewahrt haben zu wollen. „Ob mir das gelingt? Ich weiß es nicht – aber ich hoffe es!“ Freundschaften sind ihm sehr wichtig. Auch seine Kontakte zu Künstlergruppen, in denen er im Laufe seines bisherigen Künstlerlebens mitgewirkt hat. „Heute ist das alles ruhiger geworden. Ich schaue auf diese Zeiten zurück, wie auf eine schöne Kindheit.“ Auch auf die Frage, welche Gedanken über ihn und seine Arbeit in den Köpfen der Menschen bleiben solle, antwortete er in seiner im eigenen stillen und bescheidenen Art: „Mit so etwas beschäftige ich mich erst gar nicht. Ich kämpfe täglich mit meinen künstlerischen Ansätzen (Expressionismus, klassische Avantgarde), um meinen Weg weiter gehen zu können. Natürlich wünsche ich mir, dass die Menschen in meinen Arbeiten Dinge erkennen, die für sie wichtig sind.“

Typische Ornamentik
Ganz dem üblichen Vorgehen entgegengesetzt, stellt Emil Sorge die Vorlage zur Herstellung von Druckgrafiken – den Druckstock – als Werkstoff selbst in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Den Druckstöcken, die eher als skulpturale Solitäre einzuordnen sind, stellt der Künstler erstmalig jeweils einen einzelnen Abdruck auf Leinwand gegenüber. Bei all seinen Arbeiten fällt seine typische Ornamentik auf. Sie besteht aus abstrakten, wie auch figürlichen Formen, die sich fortlaufend weiterentwickeln zu scheinen. Sie bedingen einander, überziehen sämtliche Oberflächen der ausgestellten Arbeiten. Dieses all-over von abstrakten und gestischen Elementen zeugt von einer schnellen Arbeitsweise, die aber auch Zufälliges und Spontanes mit einbezieht. Mit dem Ausstellungstitel „Schwarzes Haus – Rotes Haus“, verweist Emil Sorge nicht nur auf eine wesentliche Gruppe von Arbeiten, sondern stellt gleichzeitig auch eine konkrete Verbindung zum Ort der Ausstellung dar: dem Roten Haus in Monschau.
Im Anschluss an das interessante Gespräch verzauberte die expressionistische Tanzperfomance einer jungen Tänzerin der Compagnie Irene K. aus Eupen das inspirierte Publikum.

Die Ausstellung im KuK – Monschau ist noch bis Mittwoch, 22.12.2010 zu sehen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.kuk-monschau.de und www.emil-sorge.de(avl)

eroeff_esorge
v.l.n.r.: Sabine Rother, Tänzerin der Compagnie Irene K., Axel Hartmann, stellv. Städteregionalrat, Emil Sorge und Dr. Nina Mika-Helfmeier.
Foto: van Londen


Eintritt frei!


Einblicke in die Ausstellungseröffnung

Fotos: Adalbert van Londen



kukhaus

Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen
Austraße 9
52156 Monschau
Telefon/Fax: 02472 - 803194
info@kuk-monschau.de

Öffnungszeiten:
Di - Fr: 14.00 - 17.00 Uhr
Sa, So: 11.00 - 17.00 Uhr
Montags geschlossen
Parken direkt am Haus auf der Straße oder im Parkhaus möglich.


KuK Monschau

 
Banner
Banner
© 2001 - 2011, Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen in Monschau