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JOSEPH LAUB (12.02. - 03.04.2011)

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Monschau im Jahre 1765/66 in Zeichnungen des Joseph Laub und Ansichten nachfolgender Künstler

calendar  Eröffnung am 12. Februar 2011 um 16.00 Uhr.

Ausstellungsdauer: 12.02.2011 - 03.04.2011

Eröffnung durch Dr. Nina Mika-Helfmeier, Hans Gerd Lauscher und Dr. Toni Offermann.
Projekteitung: Dr. Nina Mika-Helfmeier / S16
Konzeption: Hans Gerd Lauscher, Dr. Toni Offermann 


1765/66, in einer Zeit der aufblühenden Feintuchherstellung, zeichnete der kurpfälzische Artilleriehauptmann Joseph Laub aus vier verschiedenen Perspektiven fünf detaillierte Ansichten von Monschau und dokumentierte damit – nach einer recht ungenauen Darstellung der Stadt anlässlich der Eroberung von 1543 – erstmals umfassend ihre Topographie. Ein vergleichbarer Versuch sollte erst 70 Jahre später folgen.

Den entscheidenden Anstoß zu dieser dem Zeichner Joseph Laub gewidmeten Ausstellung gab die glückliche Entdeckung zweier bisher unbekannter Stadtansichten aus dem Jahre 1765, die nun erstmals – zusammen mit den drei bisher bekannten – der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Laubs Wirkungsbereich im damaligen Herzogtum Jülich, in Sonderheit im Amt Monschau, soll auf alten Landkarten, seine äußere Erscheinung als Artillerie-Hauptmann in zeitgenössischer Grafik und seine zeichnerische Hinterlassenschaft in Originalen und Reproduktionen greifbar werden.

Eine Auswahl von vierzehn nachfolgenden Stadtansichten soll die unterschiedliche Wahrnehmung und künstlerische Aneignung Monschaus bewusst machen.

Eintritt frei!



Riesiges Interesse an der Geschichte und Kunst Monschaus

KuK-Ausstellung schließt Wissenslücken über die historische Stadtentwicklung der alten Tuchmacherstadt.

Monschau. Neue historische Erkenntnisse, die zwei wieder entdeckte Tuschezeichnungen aus dem Jahre 1765 versprachen, stießen auf der Ausstellungseröffnung von „Monschau im Jahre 1765/66 in Zeichnungen des Josef Laub und Ansichten nachfolgender Künstler" im Kunst- und Kulturzentrum der Städteregion Aachen in Monschau (KuK) auf große Resonanz.

8 Jahre KuK
Den riesigen Andrang wertete Dr. Nina Mika-Helfmeier, Kulturbeauftragte der Städteregion und Leiterin des KuK, als ein gutes Omen für die neue Ausstellungsreihe 2011 und als Anerkennung für die allgemein geleistete Arbeit, für die sie und ihr Team seit inzwischen acht Jahren steht. Im Februar 2003 wurde das Monschauer KuK als offenes Atelierhaus für Künstler/innen eröffnet. „Ein spannendes Projekt, das von Anfang an mit dem Image Kunstprojekt in der Provinz, pardon auf dem Lande verbunden war. Wir bekamen Fördermittel und die gewünschte Aufmerksamkeit von Politik und Presse; der Erfolg war praktisch vorprogrammiert", resümierte Dr. Nina Mika-Helfmeier. „ Die Monschauer Bewohner/innen sind uns aber mit einer gewissen Skepsis begegnet. Einige meinten sogar, dass auch ihre Enkelkinder im Kindergarten zeitgenössisch malen können", so die KuK-Leiterin weiter. Diese Einstellung hat sich inzwischen jedoch gewandelt. Das liegt u.a. auch an der fruchtbaren Zusammenarbeit mit dem Monschauer Geschichtsverein und der Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit der Geschichte und Tuchmachertradition der Region. Ein gutes Beispiel für diese gute Zusammenarbeit ist die aktuelle Ausstellung.

Neue Erkenntnisse über Monschau
Ohne das große Hintergrundwissen, Engagement und auch finanzielle Unterstützung des Monschauer Geschichtsvereins, wäre die nicht so zu Stande gekommen. „Hinter unserer heute eröffneten „Hans Gerd Lauscher – Ausstellung" steht eine zeitintensive Arbeit, die mit aufwendigen Suchen, akribischem Sammeln, Recherchieren, mit wissenschaftlichem Aufarbeiten und Aufdecken von wenig bekannten geschichtlichen Tatsachen, zu tun hat", dankte Nina Mika-Helfmeier dem Impulsgeber und leidenschaftlichen Sammler Hans Gerd Lauscher. Seine Entdeckungen, die beiden Stadtpanoramen Monschaus, die er auf einer Kunstmesse erstehen konnte, eröffnen dem geschichtsinteressierten KuK-Besucher in der Tat neue Rückschlüsse über die historische Stadtentwicklung der Tuchmacherstadt. Zusammen mit Dr. Toni Offermann vom Monschauer Geschichtsverein, führte er die Vernissage-Gäste in die durch die Tuschezeichnungen des Josef Laub, seit 1762 Kommandant der 1762 in Monschau stationierten 2. Invalidenkompanie, offenkundig gewordenen neuen Erkenntnisse ein. „Damit gehört der allgemeine Volksglaube, dass beispielsweise der Eselsturm der Burg Monschau unmittelbar auf Kaiser Karl zurück geht, endgültig ins Reich der Legenden und Märchen", erörterte Hans Gerd Lauscher eine von den vielen neuen Interpretationsmöglichkeiten.

Didaktische Aufbereitung
Damit den Besuchern die vielen keinen Details der Stadtpanoramen deutlich werden können, hat das Düsseldorfer Büro für Kommunikationsdesign Abdank und Milardovic mit Felix Herten und Matthias Abdank die Zeichnung mit Vergrößerungen und Herausheben wichtiger Details, didaktisch aufbereitet und von Jeffrey Mijling stilsicher gerahmt und präsentiert. Neben den beiden Neuentdeckungen zeigt die Ausstellung 14 nachfolgende Stadtansichten (Lithographien, Aquarellen, Ölbildern) unterschiedlicher Maler. Sie veranschaulichen die differenzierten Wahrnehmungen und künstlerischen Aneignungen Monschaus. Aus Anlass der interessanten Ausstellung produzierte das KuK mit großzügiger Unterstützung des Monschauer Geschichtsvereins einen spannenden Katalog, für dessen Gestaltung auch Felix Herten und Matthias Abdank verantwortlich zeichnen. Der 82-seitige Katalog ist im KuK und beim Geschichtsverein Monschau zum Preis von 15.- Euro zu erstehen. Die Ausstellung endet Sonntag, 3. April 2011. (avl)

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Vier Persönlichkeiten, die die Geschichte Monschaus eindrucksvoll beleuchten (v.l.n.r.): Hans Gerd Lauscher, Dr. Nina Mika-Helfmeier, Dr. Toni Offermann und Matthias Abdank.
Foto: van Londen


Monschau aus vertrauten und neuen Blickwinkeln

KuK startet 2011 mit neu entdeckten, historischen Stadtpanorama-Zeichnungen

Monschau. Neben kostbaren Erstausgaben von Franz Kafka und Arbeiten von Isaac Newton entdeckte und erwarb der Kunstsammler Hans Gerd Lauscher auch zwei echte Schätze für Monschau: zwei Tuschezeichnungen mit Ansichten der Tuchmacher-Stadt aus dem Jahre 1765. Neben einer recht ungenauen Ansicht, die anlässlich der Eroberung Monschaus (1543) angefertigt wurde, sind dies bislang die ältesten bildlichen Darstellungen von Monschau überhaupt.

Die in einer Antiquariatsmesse in Ludwigsburg erworbenen Zeichnungen sind nun Anlass einer weiteren Ausstellung zum Thema Einblicke in die Stadtgeschichte der einstigen Tuchmachermetropole im Kunst- und Kulturzentrum der Städteregion Aachen (KuK) in Monschau. Mit der Ausstellung „Monschau im Jahre 1765/66 in Zeichnungen des Josef Laub und Ansichten nachfolgender Künstler" startet das KuK am Samstag, 12. Februar seine diesjährige Ausstellungsreihe mit Unterstützung des Geschichtsvereins Monschauer Land. Sammler Hans Gerd Lauscher, der zusammen mit Dr. Toni Offermann, der KuK-Leiterin und Kulturbeauftragten der Städteregion, Dr. Nina Mika-Helfmeier sowie Felix Herten und Matthias Abdank vom Düsseldorfer Büro für Kommunikationsdesign Abdank und Milardovic die Ausstellung konzeptioniert hat, freut sich über den gelungenen Ankauf. „Alte Stadtansichten sind unentbehrliche Wegweiser durch die Ortsgeschichte, ihr Vergleich macht stadtgeschichtliche Entwicklungen sichtbar, veranschaulicht und ergänzt Erkenntnisse aus Schriftquellen."

Spannende und neue Details
Die neuentdeckten Zeichnungen zeigen Monschau im Todesjahr von Johann Heinrich Scheibler (1765), der die Feintuchherstellung in Monschau zu einer ersten großen Blüte geführt hatte. Die beiden Panoramaansichten vom Rings- und Rahmenberg sind eminent wichtige Bildquellen, die zum ersten Mal die Topographie Monschaus aus verschiedenen Perspektiven festgehalten haben. Eindrucksvoll hat der Zeichner die Tuchrahmen auf dem Rahmenberg und die auf ihm aufgespannten bunten Tuche in Szene gesetzt. Eine wahre Neuentdeckung ist auch der in eine Tuchwalke umgenutzte Wehr- oder Wachturm am Rurufer gegenüber dem „Haus im Turm".

Die beiden Zeichnungen des Josef Laub (auf der Burg Monschau seit 1762 als Kommandant der 2. Invalidenkompanie stationierter Artillerie-Hauptmann) wurden vom Kommunikationsdesign-Büro Abdank & Milardovic didaktisch aufbereitet. So wird es in der Ausstellung von den beiden Zeichnungen jeweils fünf Vergrößerungen geben, die einzelne Teilbereiche der Panoramen hervorheben. Eine Auswahl von 14 nachfolgenden Stadtansichten (Lithographien, Aquarellen, Ölbildern) unterschiedlicher Maler sollen die differenzierten Wahrnehmungen und künstlerischen Aneignungen Monschaus bewusst machen.

Begleitender Katalog
Ab der Ausstellungseröffnung Samstag, 12. Februar, 16 Uhr im KuK, gibt es einen begleitenden Katalog. Er wurde von den Autoren Hans Gerd Lauscher und Dr. Toni Offermann verfasst, mit zahlreichen Bildern illustriert und stellt grundlegende Forschungsergebnisse zur Biografie des bislang nur namentlich bekannten Zeichners vor. Der Katalog ist zum Preis von 15.- € im KuK und über den Geschichtsverein des Monschauer Landes, der mit seiner großzügigen Unterstützung den Katalog in seiner vorliegenden Form erst ermöglicht hat, erhältlich. Auf der Vernissage und für Mitglieder des Geschichtsvereins kann der Katalog für 12.- € erstanden werden. Die Ausstellung endet Sonntag, 3. April 2011. (avl)

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Versprechen für die kommende Ausstellung im KuK neue interessante Fakten über die ehemalige Feintuchmetropole Monschau (v.l.n.r.): Felix Herten, Hans Gerd Lauscher und Dr. Nina Mika-Helfmeier.
Foto: van Londen 


Einblicke in die Ausstellungseröffnung

Fotos: Adalbert van Londen


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