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AXL KLEIN: ZORN (31.08. - 05.10.2014)

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AXL KLEIN: ZORN

calendar  Eröffnung am 31. August 2014 um 12.00 Uhr im KuK Monschau

Ausstellungsdauer: 31.08.2014 - 05.10.2014 

Begrüßung: Dr. Nina Mika-Helfmeier (Leiterin des KuK der StädteRegion Aachen)
Gespräch mit Axl Klein, moderiert von Marco Rose (Journalist)



Eintritt frei!

„Axl Klein hat die unpopuläre Erregung mit einer fotografischen Ehrenrettung gefeiert und dem Zorn ein Denkmal gesetzt, das ihn zeigt, wie er ist: maßlos, selbstgerecht, implodierend, expressiv, aggressiv, ohnmächtig, unattraktiv, besessen und doch oft genug auch einzig vernünftig.“ Roger Willemsen
Mit seinen Arbeiten geht der Saarbrücker Fotograf Axl Klein den Fragen nach: Wie tritt Zorn in den Gesichtern von Menschen in Erscheinung? Wie wirkt Zorn, wenn man ihn aus allernächster Nähe, einer geradezu intimen Distanz, betrachtet? Der Betrachter soll in der Lage sein, alle Facetten des Zorns bis in die kleinsten Regungen der Mimik und des Blicks nachzuspüren. Der Fokus liegt dabei auf den Augen, die Zentrum und Angelpunkt des Gesichts bilden und Leinwand unserer Emotionen sind. Die Serie umfasst 55 Porträts prominenter Persönlichkeiten im Format 1,60 x 1,20 m.


 
Unpopulärem Gemütszustand ein Denkmal gesetzt

270 Gäste bei der Vernissage zur Ausstellung „Zorn“ im Monschauer KuK.

Zornige Gesichter prominenter Persönlichkeiten auf 55 übergroßen „Passbildern“

Monschau. Wut, Verzweiflung, Trauer – Zorn hat viele Nuancen, wenn er sich in den Gesichtern der Menschen spiegelt. Mit 55 großformatigen Portraits prominenter Persönlichkeiten setzt der Saarbrücker Fotograf Axl Klein diesem unpopulären Gemütszustand auf drei Etagen im Monschauer Kunst- und Kulturzentrum (KuK) ein Denkmal.

„Wir wissen nicht, wer oder was den Zorn der Portraitierten im Moment des Ablichtens erregt hat oder erregen könnte. Wegen des Fehlens sozialer Hinweise auf die so Portraitierten könnte man eine gewisse Gleichgültigkeit, Distanz oder gar Kälte vermuten, die von den Arbeiten ausgehen. Doch Axl Klein wählte seine Motive bewusst und sorgfältig aus. Seine Wahl fiel auf 55 der Öffentlichkeit gut bekannte Personen, was ihm zu seiner Strategie verhalf, keine monumentalen leere Ikonen zu schaffen“, führte die Kuratorin und Leiterin des KuK, Dr. Nina Mika-Helfmeier, auf der gut besuchten Vernissage die Besucher ins Thema ein. „Bei diesem Projekt ging es Axl Klein vielmehr um das starke, elementare Gefühl des Zorns.“

Menschen sehr nahe gekommen
Prominente Zeitgenossen wir etwa Anke Engelke, Meret Becker, Dietmar Bär, Markus Lanz, Peter Lohmeyer, Axel Prahl, Thomas D., Olli Dittrich, Herbert Feuerstein, Annette Frier, Lena Meyer-Landrut, Wolfgang Niedecken, Oliver Welke, Konstantin Wecker , Roger Willemsen und viele mehr, wirken auf den Betrachter im Format 1,60 x 1,20 Meter fast distanzlos und mit großem Effekt. Wie sehr Zorn die Gesichter der Menschen verändert, ja gelegentlich entstellt, wird deutlich und macht betroffen.

Eindringlich führte die Aachener Musikerin und Performerin Sonja Mischor mit ihren eigens für die Ausstellung komponierten Soundteppichen und Flötenklängen die Vernissagegäste inspirierend zum Thema und unterstrich musikalisch die Möglichkeit des Zorns für Veränderungen. Marco Rose, Redakteur des Aachener Zeitungsverlages moderierte das Gespräch mit Axl Klein, das einen interessanten Einblick in die Arbeit des Fotokünstlers gab. „Während der Shootings spürte ich, wie ansteckend Zorn sein kann. Die starke Anspannung, die ich während der Arbeit mit dem Thema Zorn verspürte, ließ mich oft durchatmen müssen. Dabei bin ich den Menschen sehr nahe gekommen“, so Axl Klein.

Intime Begegnung
Besonders gelungen findet der Künstler die Ausstellungsmöglichkeiten im KuK. „Durch die Präsentation der Fotografien in einzelnen Räumen hat der Betrachter die Möglichkeit dem Abgebildeten sehr intim zu begegnen.“ Manchmal hatte Axl Klein das Gefühl, dass der Zorn der Prominenten sich auch gegen ihn selbst richte. Die Atmosphäre bei den Fotoarbeiten und so unmittelbar direkt vor den Gesichtern der Menschen war sehr intensiv. Interessant fand er auch, wie sich die einzelnen VIPs auf das Thema einstimmten. Oft nutzten sie die Musik während der Zeit in der Maske, um sich auf das Gefühl Zorn vorzubereiten. „Selbstverständlich war alles nur gespielt. Es kann nur eine Annäherung an das Gefühl sein. Aber es war interessant zu beobachten, wie groß die Spannbreite des Zorns in den Gesichtern der Einzelnen sein kann. Ich bekam jedes Mal Gänsehaut, wenn ich spürte, dass ist genau der Ausdruck, der individuell authentisch und richtig war. Wenn das Gefühl eingefangen war, herrschte oft große Erleichterung. Für viele wurde die Arbeit zu einer Art Selbsterkenntnis“, berichtete Axl Klein.

Dass er aus der Werbefotografie kommt, spürt man an der Ästhetik der Bilder. Der Betrachter hat zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, dass da jemand vorgeführt wird. Kleins Fokussierung und Schärfung auf die Augen der Portraitierten zielt gekonnt darauf ab, die Fotografien zur Kunst zu erheben. Die Bilder wurden nachträglich nicht bearbeitet – sie zeigen Mut zum Ungekünstelten und Ungeschminkten. Eineinhalb Jahre tingelte er mit fünf Scheinwerfern und einer Mittelformatkamera bewaffnet durch Deutschland. „Es gehört ungeheuer viel Mut dazu, sich so darstellen zu lassen. Manche meiner Freunde erkannten die Abgelichteten auf den Bildern nicht wieder“, verriet Axl Klein.

Die beiden Praktikantinnen des KuK, die während ihrer Tätigkeit für die Städteregion Aachen so manche Ausstellung vorbereiten und kuratierten, Charlotte Delonge und Victoria Ammon, verabschiedeten sich eindrucksvoll, denn sie schrieben auch für diese Ausstellung verantwortlich.

Tanzende Stadt
Im Rahmen des 10. Festivals „Tanzende Stadt“ gastierten die renommierten Compagnies „Irene K.“ aus Belgien und „Antonio Minini Compagnie“ aus Italien mit den Tänzerinnen Masami Sakurai und Ramona di Serafino mit ausdrucksstarken Tanzperformances auf der Vernissage im KuK.
Die Ausstellung „Axl Klein – Zorn“ wurde allein am Eröffnungstag von über 270 Gästen besucht. Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft von Amnesty International. Die Erlöse des Bildbandes, das im KuK verkauft wird und das Autorenhonorar wird AI zur Verfügung gestellt. Die Ausstellung im KuK, Austraße 9 in Monschau, ist noch bis Sonntag, 5.10.2014 zu sehen. Die Öffnungszeiten sind dienstags bis freitags von 14 bis 17 Uhr und am Wochenende zwischen 11 du 17 Uhr. Weitere Informationen im Web unter: www.zorn-projekt.de.
(avl)
 

eroeff_axlklein1Erlebten 270 begeisterte Gäste am Eröffnungstag der Ausstellung: (v .l.) Marco Rose, Aachens Bürgermeisterin Hilde Scheidt, Nina Mika-Helfmeier und Axl Klein.
Foto: van Londen

 


 

Hohe Professionalität bei scheinbarer Leichtigkeit

Internationale, zeitgenössische Tanzperformances im KuK

Monschau. Akrobatisch, magisch, verstörend, begeisternd – Die Performances der beiden Tänzerinnen Masami Sakurai und Ramona di Serafino, die einzeln und von einander getrennt auf zwei Etagen des Kunst- und Kulturzentrums der StädteRegion Aachen in Monschau stattfanden, ließen die Besucher fasziniert erstarren und nahmen sie mit in ein ganz eigenes Universum aus Bewegung, Rhythmik, Poesie und Akrobatik. Der anschließende Applaus unterstrich die hohe Qualität der Darbietungen.

Im Rahmen des 10. Festivals „Tanzende Stadt“ gastierten die renommierten Compagnies „Irene K.“ aus Belgien und „Antonio Minini Compagnie“ aus Italien mit den Tänzerinnen Masami Sakurai und Ramona di Serafino mit ausdrucksstarken Tanzperformances auf der Vernissage von Axl Kleins „Zorn“ im KuK.
Das Festival lädt mit seinen Performances die Menschen der Region dazu ein, ihre Stadt unter einem neuen Blickwinkel zu entdecken. Die Protagonisten möchten die Menschen mit ihren Tanzperformances überraschen. Entweder an Ecken, hier und da, wo man es gerade nicht vermutet, oder wie im KuK während einer Veranstaltung. Ein Ort, den die Menschen sonst vielleicht mit einem Einkaufszettel in der Hand besuchen, wird plötzlich für einen kurzen Moment in lebendige Kultur verwandelt. Außer der Compagnie Irene K. tanzen noch frei andere Ensembles aus Frankreich. Zeitgenössischer Tanz und Hip Hop, mal ernst, mal lustig, mal poetisch, mal rhythmisch, stehen auf dem Programm quer durch die StädteRegion Aachen.

Weitere Informationen im Web unter: www.irene-k.be.
(avl)


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Verzauberten das Publikum im Monschauer KuK: (v. l.) Irene K. (Kalbusch), Masami Sakurai und Ramona di Serafino.

Foto: van Londen


 


Fotos: van Londen

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Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen
Austraße 9
52156 Monschau
Telefon/Fax: 02472 - 803194
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Öffnungszeiten:
Di - Fr: 14.00 - 17.00 Uhr
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