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WORLD PRESS PHOTO 13 (22.02. - 16.03.2014)

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WORLD PRESS PHOTO 13

calendar  Eröffnung am 22. Februar 2014 um 17.00 Uhr im KuK Monschau

Ausstellungsdauer: 22.02.2014 - 16.03.2014 

Begrüßung: Helmut Etschenberg (Städtreregionsrat), Karl Gormanns (stellvertr. Vorsitzender des Kulturausschusses der Landschaftsversammlung Rheinland)
Einführung: Prof. Bernd Mathieu (Chefredakteur AZ/AN), Anna Lena Mehr (Project Manager Contest)


Eintritt frei!

Die Verleihung „Pressefoto des Jahres“ findet seit 56 Jahren statt und kürt jedes Jahr die besten, bewegendsten, journalistischen Bilder weltweit, und zwar in insgesamt neun Kategorien von „Zeitgeschehen“ über „Gestellte Porträts“ bis Natur-, Nachrichten- und Sportfoto. Die Entscheidung trifft eine jährlich wechselnde Jury aus Fotografen und Journalisten der in Amsterdam ansässigen „World Press Photo“-Organisation. Das Pressefoto des Jahres gilt weltweit als höchste Auszeichnung unter Fotografen. 2013 wurden 103.481 Fotos von über 5.666 Fotografen aus 124 Ländern eingereicht. Die prämierten Arbeiten wurden in mehr als 100 Städten in über 45 Ländern von mehreren Hunderttausend Menschen gesehen.

Klassenführungen ab der Stufe 9 werden zur Ausstellung regelmässig angeboten. Bitte wenden Sie sich zur Terminabsprache an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder per Telefon 0241-5198-2612 an Frau Charlotte Delonge.



Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Das KuK zeigt die besten Fotos aus dem „World Press Photo Contest 2013“ 

Monschau. Mit einem Paukenschlag eröffnete das KuK (Kunst- und Kulturzentrum der Städteregion Aachen) in Monschau seine diesjährige Ausstellungsreihe. Auf insgesamt drei Etagen zeigt das KuK eine große Auswahl der Gewinnerfotos des „World Press Photo Contest`s“ 2013. Mit der Ausstellung dieser preisgekrönten Arbeiten reiht sich Monschau, wie selbstverständlich, in die Schlange vieler Weltmetropolen wie New York, Dublin, Barcelona, San Paulo, Montreal, Chicago, Tel Aviv und Berlin ein, die im vergangenen Jahr Gastgeber dieser beeindruckenden Fotografien waren. World Press Photo, 1955 in Amsterdam gegründet, zeichnet jedes Jahr ein Bild aus, das „nicht nur die fotojournalistische Verkörperung des Jahres darstellt, sondern auch ein Thema, eine Situation oder ein Ereignis von hoher journalistischer Bedeutung zeigt und dies in einer Weise, die ein außergewöhnliches Maß an visuellem Wahrnehmungsvermögen und Kreativität beweist“. So lautet die Anforderung, die die Stiftung stellt. Unvorstellbare 103.481 Bilder standen der Jury zur Auswahl, die besten davon hängen in der Auftaktveranstaltung zur Saison 2014 im KuK. Neben dem nachrichtlichen Foto des Jahres zeichnet World Press Photo Gewinner in zehn Sparten aus (unter anderem Sport, Alltagsleben, Portrait und Natur).

Eigentlich ist es nur ein Augenblick, den Fotografen festhalten können. Nur der Bruchteil einer Sekunde, in dem sich der Verschluss einer Kamera öffnet und wieder schließt, muss reichen den Betrachtern relevante Informationen zu liefern und Empathie zu wecken. Und doch gibt es Fotografien, die das Sprichwort „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ erfüllen. Sie erzählen Geschichten, ganz ohne Worte. „Das Bild, auf dem man Phan Thi Kim Phúc sieht, ist ein solches“, erinnert sich Helmut Etschenberg in seinen Begrüßungsrede an das immer noch weltberühmte Foto, das am 8. Juli 1072 entstand und selbst 40 Jahre später im kollektiven Bewusstsein der Menschen verankert ist. Das Bild zeigt ein neun Jahre altes Mädchen nach einem Napalm-Angriff, wie es aus ihrem Heimatdorf flieht. Schreiend, nackt und mit verbrannter Haut. Im Jahre 1072 wurde es das Pressefoto des Jahres. Dass Phan Thi Kim Phúc ihre Geschichte heute als UNESCO-Botschafterin erzählen kann, unterstreicht die Nachhaltigkeit, die aus der seit 56 Jahren stattfindenden Prämierung der „World Press Photo Foundation“ entstanden ist. Das können Suhaib Hijazi (2 Jahre) und sein älterer Bruder Muhammad (4 Jahre) nicht. Am 19. November 2012 sind die beiden Jungen in Gaza Stadt nach einem israelischen Luftangriff gestorben. Einen Tag später hat der schwedische Bildjournalist Paul Hansen den Trauerzug der Hinterbliebenen fotografiert, mit dem die Kinder zu Grabe getragen wurde. Gleich zweimal hat dieses Bild Schlagzeilen geschrieben. Ein Mal, als es zum Pressfoto des Jahres 2013 gekürt wurde und ein zweites Mal, als bekannt wurde, dass es sich um ein minimal bearbeitetes Bild handelt. Stein des Anstoßes war, dass die Gesichter der Trauenden entgegen der Lichtsituation so leuchten, als seien sie von einem italienischen Meister aus der Zeit der Renaissance gemalt. Nach zahlreichen Expertisen, konnten aber alle Zweifel ausgeräumt werden. Die minimalen Bearbeitungen des Fotos fallen nicht aus dem Reglement der Foundation. „Die Ausstellung im KuK zeigt zum einen wunderschöne Meisterwerke, die aber andererseits auch verstörend und unsagbar schockierend sind“, so Etschenberg weiter. „Unsere Sprache lebt immer mehr durch visualisierende Worte“, erklärte Karl Gormanns. „Seit 1900 ist die Fotografie das Medium, gefolgt vom Film. Dennoch hat die Fotografie bis heute ihre Bedeutung nicht verloren.“ Auch Bernd Mathieu attestierte: „ Es sind keine Bilder, die einfach nur Spaß machen. Aber womit kann man aufmerksam machen? Mit Emotionen. Was uns nicht berührt, kann uns auch nicht bewegen. Aber es soll auch eine Nachhaltigkeit erzeugt werden. Seitdem Menschen kommunizieren, tun sie das in Bildern. Manche Bilder sind Fragen. Andere sind Antworten. Dabei sollte immer gelten: Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

Im Anschluss eröffnete Dr. Nina Mika-Helfmeier eine Diskussionsrunde, zusammen mit der Projekt Managerin der Foundation, Anna Lena Mehr, die einen profunden Einblick in die Modalitäten des Wettbewerbs, die Organisation der Foundation gab. „Obschon viele der Fotografen, die in den vielen Jahren des Wettbewerbs mitgemacht haben inzwischen durch ihre Arbeit ums Leben gekommen sind, sind wir heute zusammengekommen ihrer zu gedenken, aber auch um den Fotojournalismus zu feiern“, erklärte Anna Lena Mehr. Ein besonderes Augenmerk legte sie auf die Workshops, die den oftmals nicht ausgebildeten Journalisten in Ländern der 3. Welt es ermöglicht eine Ausbildung zu machen. „Alle Fotografien werden nach 18 Monaten vernichtet. Das ist oft ein beklemmendes Gefühl“, so Anna Lena Mehr weiter. „Das geschieht lediglich deshalb, damit die Bildrechte wieder an die einzelnen Fotografen zurückgehen.“

Alle Beteiligten möchten besonders Schulen darauf aufmerksam machen, dass es für Schüler eine speziell pädagogisch-didaktische Führung durch die Ausstellung angeboten wird.


Zur Vernissage der besten Pressefotos konnte die Leiterin des KuK, Dr. Nina Mika-Helfmeier viele Bekannte Persönlichkeiten aus Politik und Kunst begrüßen. Unter Ihnen auch Helmut Etschenberg, Städteregionalrat, Karl Gormanns, stellvertretender Vorsitzender des Kulturausschusses der Landschaftsversammlung Rheinland, Lin Verbrugge, stellvertretende Leiterin der Abteilung Kultur und Kommunikation des niederländischen Generalkonsulats, Prof. Dr. Christinae Vaeßen, Prorektorin der Fachhochschule in Aachen und Honorarkonsulin der Niederlande, Prof. Bernd Mathieu, Chefredakteur der Aachener Zeitung und Aachener Nachrichten, Anna Lena Mehr von der World Press Photo Foundation aus Amsterdam, Christiane Karl, stellvertretende Städteregionalrätin, Erich Timmermanns, Direktor der Sparkasse Aachen, Monschaus Ortsvorsteher Georg Kaulen, Monschaus stellvertretender Bürgermeister Hermann Mertens und der Vorsitzende der Monschauer Grünen, Werner Krickel. Ein besonderes Dankeschön ging an die Sponsoren – unter ihnen der Aachener Zeitungsverlag, der LVR, die StädteRegion Aachen und die Sparkasse Aachen.

Die Ausstellung „World Press Photos 13“ in den Räumen des KuK, Austraße 9 in Monschau ist noch bis Sonntag, 16. März 2013 zu sehen. Die Öffnungszeiten sind dienstags bis freitags von 14.00 bis 17.00 Uhr und am Wochenende von 11.00 bis 17.00 Uhr.

(avl)

Fotos: Bert van Londen

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Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen
Austraße 9
52156 Monschau
Telefon/Fax: 02472 - 803194
info@kuk-monschau.de

Öffnungszeiten:
Di - Fr: 14.00 - 17.00 Uhr
Sa, So: 11.00 - 17.00 Uhr
Montags geschlossen
Parken direkt am Haus auf der Straße oder im Parkhaus möglich.


KuK Monschau

 
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