Economy Meets Art
Start · KuK-Veranstaltungen · Veranstaltungen 2013 · DANA GLUCKSTEIN (07.09. - 20.10.2013)

DANA GLUCKSTEIN (07.09. - 20.10.2013)

ein_gluckstein

DANA GLUCKSTEIN: DIGNITY – Die Würde des Menschen

calendar  Eröffnung am 7. September 2013 um 16.00 Uhr im KuK Monschau

Ausstellungsdauer: 07.09.2013 - 03.11.2013 (verlängert!)

Begrüßung und Einführung: Dr. Nina Mika-Helfmeier (KuK-Leiterin) und Hilaneh von Kories (Galeristin)


Eintritt frei!

Aus einem tiefen Gefühl der Verbundenheit mit anderen Kulturen entstand die Idee, die längst für die amerikanische Fotografin Dana Gluckstein zur Lebensaufgabe geworden ist, Vertreter indigener Völker zu porträtieren. Seit über dreißig Jahren engagiert sich Dana Gluckstein mit Aufnahmen der Ureinwohner unterschiedlichster Regionen der Welt ganz im Sinne der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Sie unterstützt durch ihre Fotografien indigene Menschen, die weltweit um ihre Länder, ihre Traditionen, ihre Sprachen kämpfen und sich gegen die Interessen von Regierungen, Konzernen oder Missionaren zu behaupten versuchen.

 


 

Seltsame Ausstrahlung menschlicher Würde

Arbeiten der Fotografin Dana Gluckstein im KuK Monschau

Monschau. Der Verlustschmerz, als die Verantwortlichen des Kunst- und Kulturzentrums der StädteRegion Aachen in Monschau (KuK) die Ausstellung Andreas Feininger abbauten, relativierte sich schnell, als sie die eingetroffenen Arbeiten von Dana Gluckstein auspackten und begutachteten. Besonders der Kuratorin und Leiterin des KuK, Dr. Nina Mika-Helfmeier, fiel der Abschied von den fantastischen schwarz-weißen Fotos Feiningers anfangs schwer. Wurden die fotografischen Meisterwerke, die immerhin 8 Wochen in Monschau zu sehen waren, von über 6000 Menschen besucht.

Im Gegensatz zu Andreas Feininger, widmet Dana Gluckstein ihre ganze künstlerische Achtsamkeit den Menschen. Überall auf der Welt portraitierte sie Menschen - mit großer Vorliebe solche aus Kulturen, die sich einen Teil ihrer Ursprünglichkeit bewahrt haben, die von der Schnelllebigkeit und den zum Teil fragwürdigen Idealen der westlichen Zivilisation noch weitgehend unberührt sind. Stämme in Afrika, indigene Völker auf dem amerikanischen Kontinent etwa. Dafür reist sie mit ihrer Kamera – ohne Auftraggeber – an entfernte Winkel der Erde. Ihre Portraitfotografien stehen der globalisierten Gegenwart der schnelllebigen, widersprüchlichen und oberflächlichen Kultur des Scheins eigenartig auratisch gegenüber. Um ihre Projekte finanzieren zu können, arbeitet die in Los Angeles ansässige und preisgekrönte Fotografin auch für amerikanische Hochglanzzeitschriften und portraitiert Persönlichkeiten wie Nelson Mandela, Michail Gorbatschow, Muhammad Ali und Barbara Streisand. Sie ist mit ihren Arbeiten in Sammlungen u.a. des Los Angeles County Museum of Art und Santa Barbara Museum of Art vertreten.

Seit mehr als 30 Jahren brachte sie ein tiefes Gefühl der Verbundenheit mit anderen Kulturen dazu, auf den Spuren indigener Völker zu wandeln und sich auch für deren Rechte einzusetzen. Sie portraitierte beispielsweise Jungen des Goba-Stammes, Ovazemba-Mädchen, fidschianische Krieger oder den Stammesältesten der San. Dabei versteht sie die Menschen, die sie fotografiert nicht als Objekte vor der Linse, sondern kommt ihnen näher. Das versetzt sie in die Lage, ihre Motive so abzulichten, dass die Bilder neben einer kraftvollen Ästhetik eine spürbare Seele haben. Dana Glucksteins Portraitfotografien sind auf eine geradezu entwaffnende Weise einfach. Stets zeigen sie die Menschen in ihrer natürlichen Umgebung und nutzen immer das vorhandene Licht. Die Brisanz des Einfachen wird gerade durch den Verzicht auf ein bewusstes Inszenieren verstärkt. Glaubwürdigkeit, Würde und Authentizität der Abgelichteten sind für die Künstlerin das höchste Gut und rückt durch ihren Blick die portraitierten Personen ins Zentrum der Betrachtung. So wird der Betrachter am Ende ein stiller Teilhaber des Augenblicks.

„Dana ist sehr froh über die Ausstellung in Monschau“, so die Galeristin Hilaneh von Kories auf der Vernissage. „Ich soll Ihnen allen herzliche Grüße übermitteln. Frau Gluckstein möchte, dass möglichst viele Menschen ihre Arbeiten sehen.“ Die renommierte Galeristin erörterte dem Publikum Hintergründe zu ihren persönlichen Lieblingsportraits und viele interessante Informationen zur Künstlerin. Auf zwei Etagen des KuK ist bis Sonntag, 20. Oktober 2013 ist neben zahlreiche Fotografien der Ausstellung „Dignity“ auch eine Filmdokumentation zu sehen. (avl)

eroeff_dgluckstein
von links nach rechts: Dr. Nina Mika-Helfmeier, Hilaneh von Kories, Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter und Axel Hartmann, allgemeiner Vertreter des Städteregionsrates, während der Vernissage im Monschauer KuK.

Fotos und Text: van Londen

kukhaus

Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen
Austraße 9
52156 Monschau
Telefon/Fax: 02472 - 803194
info@kuk-monschau.de

Öffnungszeiten:
Di - Fr: 14.00 - 17.00 Uhr
Sa, So: 11.00 - 17.00 Uhr
Montags geschlossen
Parken direkt am Haus auf der Straße oder im Parkhaus möglich.


KuK Monschau

 
Banner
© 2001 - 2011, Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen in Monschau