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KULTURFESTIVAL 2012 (01.06. - 24.08.2012)

kulturfestival2012

Kulturfestival der StädteRegion 2012

Veranstaltungdauer: 01.06.2012 - 24.08.2012

Was wäre der Sommer in der StädteRegion Aachen ohne Kulturfestival? Weniger musikalisch, weniger literarisch, weniger theatralisch, weniger poetisch, weniger verzaubert… Damit dies nicht geschieht, hat die StädteRegion wieder namhafte Künstler und Ensembles in die Städte und Gemeinden der Region geholt. Von Juni bis August sind Einheimische und Gäste eingeladen, auf eine kulturelle Entdeckungsreise quer durch die Region zu gehen, bekannte Orte neu zu erleben, zu staunen, zu lauschen, zu lachen, zu picknicken oder zu rocken.
Der Kartenvorverkauf für die Veranstaltungen beginnt am 10. Mai 2012.


Roetgen, 01. Juni, 20.30 Uhr
farfarello im Licht ... das Spiel der Elemente
Roetgen, Evangelische Kirche - Rosenthalstraße

kultur2012_01Geige = Gefiedel = langweilig? Auch Klassikmuffel sollten unbedingt das Auftaktkonzert des diesjährigen Kulturfestivals erleben. Denn Mani Neumann trägt nicht umsonst den Spitznamen „der Teufelsgeiger“. Er ist gemeinsam mit dem Gitarristen Ulli Brand Kern des Ensembles farfarello. Weitere Spitzenmusiker begleiten die beiden. Und damit die Performance neben einem Hörgenuss auch eine Augenweide wird, kreiert Illuminationskünstler Jörg Rost mit mehr als 80 Scheinwerfern zusätzlich eine Welt aus Farben, Licht und Schatten.
Diese ergänzt sich optimal mit dem Klanguniversum, das farfarello erschafft: Das ist zwar von „echter“ Musik geprägt, aber weit entfernt von dem, was Hörer gemeinhin mit den Instrumenten verbinden. Eingängige Melodien treffen auf sphärischen Sound, mitreißende Rhythmen auf überraschende Wendungen. Manchmal lässt das, womit farfarello dem Gehör und der Seele schmeichelt, an Filmmusik denken. Manchmal an Pop. Dann wieder an eine Chill-Out-Lounge irgendwo im fernen Süden. Immer sind es Fusionsklänge vom Feinsten, immer originell und einfallsreich, immer macht farfarello das Publikum süchtig nach mehr. Und das kriegt es, denn farfarello hat ein Bühnenjubiläum zu feiern: Runde 30 Jahre versetzen Mani Neumann, Ulli Brand und ihre Band nun schon die Trommelfelle der Konzertbesucher in Verzückung. In der Zeit seit den frühen 1980ern hat nicht nur die Musikwelt an sich, sondern auch die Band im Speziellen eine große Entwicklung durchgemacht. Was klein und mit ambitioniertem Zigeunerjazz begann, hat sich zu einem der populärsten und vielseitigsten Projekte seiner Art entwickelt. Musikliebhaber in der StädteRegion Aachen haben beim ersten Event der Kulturfestival-Reihe die Chance, diesen Ausnahmemusikern auf eine ganz besondere Art zu gratulieren: Indem sie kommen, mitfeiern und sich von diesem extravaganten Sound infizieren lassen.
Foto: Rolf Weingarten

Der Eintritt ist frei!



Simmerath, 02. Juni, 20.00 Uhr
Une soirée de Edith Piaf: Katharine Mehrling singt Edith Piaf
Simmerath, Katholische Pfarrkirche Lammersdorf, Kirchstraße

kultur2012_02Nein, sie hat nichts bereut, die große Diva des Chansons: Edith Piaf. Und wer für eine Stippvisite in die Eifel fährt, um Katharine Mehrlings rührende, erstaunliche und gleichsam unterhaltsame Hommage an die unvergessliche chanteuse française zu sehen und zu hören, bereut den Weg und die Zeit ganz sicher nicht. Den großen Liedern der Sängerin, die als „Spatz von Paris“ in die Musikgeschichte einging – zum Beispiel „La vie en rose“, „Les amants d'un jour“, „La foule“ - leiht die wunderbare deutsche Musical- und Jazz-Sängerin ihre Stimme. Wer ihre künstlerische Biografie liest, mag kaum glauben, dass Katharine Mehrling gerade mal Mitte 30 ist. Sie debütierte am berühmten Londoner West End, sang schon die Sandy in „Grease“, die Polly in der „Dreigroschenoper“ und die Titelrolle in „Evita“. Und der zierlichen Person traut man kaum die immens voluminöse Stimmgewalt zu, mit der sie jeden sofort in ihren Bann zieht. Nachdem sie noch kürzlich im berühmten Berliner Wintergarten in einer von der Kritik gefeierten Musik- und Varieté-Show Standing Ovations sammelte, reist Katharine Mehrling eigens für diesen etwas anderen Chanson-Abend nach Simmerath. Und wenn nicht sie Edith Piafs Werk Leben einhaucht, wer dann? Ein Geheimtipp ist „La Mehrling“ schon lange nicht mehr, mit Können und Charme punktet sie bei der breiten Masse. Im musikalischen Gepäck hat sie allerdings nicht nur Edith Piaf. Schließlich hat Katharine Mehrling erst im vergangenen Jahr ein Album mit eigenen Chansons veröffentlicht. Und auch die verdienen das Prädikat „hörenswert“.
Foto: Jim Rakete

Der Eintritt ist frei!



Alsdorf, 15. Juni, 20.00 Uhr
Signal X - Abschlusskonzert
Alsdorf, Energeticon, Konrad-Adenauer-Allee 7

kultur2012_13Fans des Kulturfestivals der StädteRegion Aachen erinnern sich noch an das Musikprojekt „The SR Aachen String Theory“ im Vorjahr. Der gelungene Versuch, 60 Musiker mit völlig unterschiedlichem Hintergrund zusammenzubringen und sie jenseits von Genre-Grenzen und Konventionen miteinander experimentieren und buchstäblich spielen zu lassen, wird nun fortgesetzt. Orchestermusiker trafen auf Schülerbands, alternative Liedermacher auf innovative Klang-Mixer, Folk auf Hip-Hop, Klassik auf Pop. Was entstanden ist, war einzigartig. Das Folgeprojekt mit dem Titel "Signal X" wird die Musikfans auch in diesem Jahr wieder begeistern. Im Vorfeld hatte die StädteRegion Aachen gemeinsam mit dem ChezCherieStudio aus Berlin, hinter dem namhafte Musiker stecken, die mit Bands wie Beatsteaks, Tocotronic, Dendemann, Apparat und eben String Theory zusammenarbeiten, zur Teilnahme an Workshops aufgerufen. Vier Ensembles dürfen dabei sein. Das Projekt Signal X vereinigt Workshops mit der Arbeit vom 11.6. bis zum 14.6.2012 in einem Studio in der StädteRegion Aachen und einem gemeinsamen Abschlusskonzert aller Bands am 15.6.2012 um 20 Uhr im Energeticon in Alsdorf.
An diesen vier Tagen vor dem ersten Konzert machen die Berliner Musiker mit den regionalen Bands und Songwritern gemeinsam Musik. Was dabei herauskommt, weiß im Vorfeld zwar keiner so genau. Aber erstens kann es jeder in der besonderen Atmosphäre des ehemaligen Fördermaschinenhauses Energeticon erleben und zweitens ist bei den gegebenen Voraussetzungen klar, dass etwas Neues und Interessantes entstehen wird.

Eintritt: € 3,00
Eintrittskarten sind erhältlich bei den Vorverkaufsstellen des Aachener Zeitungsverlages, bei KlenkesTicket im Kapuziner Karree sowie bei der Stadtverwaltung in Alsdorf, Hubertusstr. 17, Zimmer 509 - 510 (zu den üblichen Öffnungszeiten).



Aachen, 23. Juni, 20.00 Uhr
Signal X – Filme & Live-Musik
Aachen, Capitol-Kino, Seilgraben 8
 

kultur2012_14Das Projekt Signal X geht heute in die zweite Phase der öffentlichen Präsentation in der StädteRegion Aachen.
In Anlehnung an die Filmarbeiten PAST und FUTURE von Richard Cameron realisieren Christian Becker und Oliver Schwabe eine 15-minütige filmische Miniatur unter dem Titel PRESENT. Einer der Filme erzählt von der Gegenwart in einer losen Folge von tableaux vivants, die einen jungen Mann zeigen, der sich in ein einsames Haus zurückzieht und die Zeit vergehen lässt. In eindringlichen, stehenden Bildern geht der Mann alltäglichen Handlungen nach, die von surrealen Momenten unterbrochen werden. Das Vergehen der Zeit verweist in PRESENT auf den Moment und feiert spielerisch die Sensation des Augenblicks als Alternative zur Diktatur der allgegenwärtigen Verhältnisse. PRESENT, eine filmische Improvisation auf das JETZT. Die Uraufführung der drei Filme PAST, FUTURE sowie PRESENT wird mit Live-Vertonung unter der Leitung von Warner Poland am 23.06.2012 den Besuchern präsentiert. Warner Poland ist ein in Berlin lebender US-amerikanischer Musiker und Komponist. Seit 1996 ist er u.a. als Musikalischer Leiter und Gitarrist für Nina Hagen tätig.
Die bewegten Bilder und Klangwelten vereinen sich zu einer großen Performance, an der zahlreiche regionale Musiker beteiligt sind.
Das Projekt Signal X wird vom LVR Rheinland gefördert.

Eintritt: € 6,00
Eintrittskarten sind bei den Vorverkaufsstellen des Aachener Zeitungsverlages, bei KlenkesTicket im Kapuziner Karree sowie an der Abendkasse erhältlich.



Stolberg, 29. Juni, 18.00 Uhr
OPEN-AIR-Konzert
Stolberg, Zinkhütter Hof, Cockerillstr. 90

kultur2012_12Unter freiem Himmel am schönen Zinkhütter Hof geben DŸSE, Apparat, Tocotronic und Ja, Panik ihr Bestes.
Letztere mischten einst Österreichs Idyll auf, bevor es sie nach Berlin zog. Die Musik von Ja, Panik quellt über von tiefgründigen Gedanken, alles andere als alltäglichen Zitaten und Zweideutigkeiten, die sich immer wieder drehen und wenden und neu verstehen lassen. Das bedeutet allerdings nicht, dass triste Ernsthaftigkeit die Texte ausmacht.
Tocotronic zählt zu den einflussreichsten deutschen Bands seit Mitte der 90er Jahre. Ende 1993 gegründet erscheint Anfang '95 das Debüt-Album „Digital ist besser“ und setzt einen Meilenstein in der deutschsprachigen Indie-Geschichte. Tocotronic starten ein Pop-Phänomen nahezu britischen Ausmaßes. Für das Kulturfestival der StädteRegion Aachen unterbrechen sie ihre Studioarbeiten an ihrem neuen, vierten Album. Nach zwei Jahren Pause und vor Beginn ihrer Tour (Ende August 2012) präsentieren sie sich ihren Fans in unserer Region.
DŸSE präsentiert in Stolberg Impressionen ihres Könnens und Repertoires, bevor die Band am 30. Juni in Aachen noch einmal solo zu erleben ist. Und Apparat ist eine Band, die für gewöhnlich auf großen Festivals in Metropolen wie Berlin, Hamburg oder Wien die Massen begeistert, obwohl es nicht unbedingt der Sound ist, der rundum „breitentauglich“ ist. Das aktuelle Album heißt „The Devil's Walk“ und fordert zu einer rasanten Fahrt auf der Gefühlsachterbahn auf.
Euphorie folgt auf Melancholie, folgt auf Ausgelassenheit, folgt auf Freudentaumel. All das zusammen, in treibende Beats gepackt, ist das, was Apparat (aus-)macht. Wer in den letzten Jahren den Finger an den Puls elektronischer Musik gelegt hat, dem wird Apparat in der einen oder anderen Ausformung begegnet sein – soviel kann man mit einiger Sicherheit sagen. Wer diese ungewöhnliche Band erlebt, für den ist diese Musik eine Offenbarung!
Foto (v.l.n.r.): Christoph Voy; Tocotronic; Dyse; Constantin Falk

Eintritt: € 8
Eintrittskarten erhältlich bei den Vorverkaufsstellen des Aachener Zeitungsverlages und bei KlenkesTicket im Kapuziner Karree.



Aachen, 30. Juni, 20.00 Uhr
DŸSE
Aachen, Jakobshof, Stromgasse 31

kultur2012_03„Lieder sind Brüder der Revolution“, propagiert DŸSE in kaum lesbarem Schwarz-Weiß-Gewusel auf der bandeigenen Homepage. Und diese Aussage charakterisiert den Sound der Musiker, die aus Chemnitz und Jena stammen, ihr Projekt aber 2003 in Amsterdam gegründet haben und nun vornehmlich in Borkheide bei Berlin vorantreiben. Warum in Amsterdam, kommt da gleich das erste Fragezeichen. Weil sich Jari Rebelein und André Dietrich dort im „Dysecatmotel“ kennen lernten, sofort den gemeinsamen Nenner spürten und spontan beschlossen, „mal eben“ eine gemeinsame Band zu formieren. So entstand DŸSE und kam zu dem etwas kryptisch wirkenden Namen. Seither revolutioniert das Duo den Noiserock und zitiert Songs von Kollegen, die musikalisch in scheinbar unerreichbar weit entfernten Genres unterwegs sind wie Scatman John oder Rage Against The Machine. Die Lieder von DŸSE haben einen sehr eigenen Stil und sind laut, tragen Namen wie „Elkes Übung“ oder schlicht „Treppe“. Vergleichen lassen sie sich – trotz mancher augenzwinkernder Bezüge auf bekannte Sounds – mit allem und nichts. Kurzum: Wer sie nicht hasst, muss sie einfach lieben! Für den Herbst ist ein neues Album angekündigt; vielleicht packt DŸSE ja schon in Aachen den einen oder anderen neuen Song aus.
Foto: Dyse

Eintritt: € 4,00
Eintrittskarten erhältlich bei den Vorverkaufsstellen des Aachener Zeitungsverlages, bei KlenkesTicket im Kapuziner Karree sowie an der Abendkasse.



Monschau, 7. Juli, 16.00 Uhr
Jim Rakete
Monschau, Kunst- und Kulturzentrum, Austr. 9

kultur2012_15Menschen porträtieren war Künstlern aller Jahrhunderte ein Anliegen. Denn authentische Porträts spiegeln nicht nur die Person in ihrer Ganzheitlichkeit, sondern auch die Zeit und Gesellschaft, von der sie geprägt ist wider. Wenn sie gut gemacht sind. Das galt anno dazumal für Rembrandt und Vermeer, das gilt heute für Jim Rakete. Was Jim Rakete macht, wie er Menschen auf Bildern festhält, ihnen noch in einer statischen Momentaufnahme Geist und Dynamik lässt, ist unvergleichlich. Das macht den Berliner so berühmt – und das Kunst- und Kulturzentrum in Monschau so stolz, Ausschnitte aus zwei populären Fotoserien des Kreativen zeigen zu dürfen. „Vertraute Fremde“ und „Stand der Dinge“ sind für gewöhnlich nur in den großen Ausstellungshäusern der Republik zu sehen, machen nun aber in der Eifelperle an der Rur Station. Zur Vernissage hat Jim Rakete sich angesagt. Zusätzlich zu der Gelegenheit, einen der zu Recht populärsten Fotografen der Gegenwart und sein Werk kennen zu lernen, runden Filmausschnitte den Nachmittag ab. Die Ausstellung ist danach zu den üblichen Öffnungszeiten noch bis zum 23. September im KuK der StädteRegion Aachen in Monschau zu sehen.
Der Künstler ist anwesend.

Der Eintritt ist frei.



Baesweiler, 8. Juli, 18.00 Uhr
Hardy Krüger
Baesweiler, Kulturzentrum Burg Baesweiler

kultur2012_07Seine Jugend mitten in den Wirren des Zweiten Weltkriegs war bewegt; berühmt gemacht hat ihn vor allem seine Schauspielerei. Die Rede ist natürlich von dem 1928 in Berlin geborenen Hardy Krüger. Internationale Filme wie „Der Flug des Phoenix“, in dem er 1965 an der Seite von James Stewart vor der Kamera stand, oder „Das rote Zelt“, für das er mit Sean Connery zusammenarbeitete, brachten sein Gesicht um die Welt. Preise wie die Goldene Kamera, der Bundesfilmpreis und sogar der Oscar (für „Sonntage mit Sybill“ als bester ausländischer Film im Jahr 1962) prasselten auf den Charaktermimen ein wie ein warmer Sommerregen. Doch er blieb stets mit beiden Beinen auf dem Boden und neugierig auf Neues und Entferntes. Das spricht auch aus seinem Roman „tango africano“. Liebe und Fernweh sind zwei zentrale Themen, die er in der dichten Geschichte miteinander verwebt und wortgewaltig fassbar macht. Und so kommt er nicht primär als Schauspieler zu Besuch in die StädteRegion Aachen, sondern als Schriftsteller, um aus seinem eindrucksvollen Alterswerk vorzutragen. Wird Hardy Krüger gefragt, worum es denn in „tango africano“ geht, antwortet er mit einem Steckbrief, der sich wie eine Personenskizze für einen Film liest – womit der Kreis sich schließt. „Der Mann: Mit steilen Falten in seinem Gesicht – beredte Spuren des Lebens. Die Frau: Auch sie voll Erfahrung und einer reifen Schönheit, die tief aus ihrem Inneren aufsteigt. Die beiden: Eine späte Liebe, leidenschaftlich bis in ihren Grund, die sie selbst gegen das Schicksal verteidigen werden.“
Foto: Jim Rakete

Eintritt: € 3,00
Eintrittskarten erhältlich bei den Vorverkaufsstellen des Aachener Zeitungsverlages und bei KlenkesTicket im Kapuziner Karree.
Am 23.6.2012 werden in der Zeit von 10.00 Uhr bis 11.00 Uhr in der Stadtverwaltung Baesweiler, Mariastr. 2, Baesweiler ebenfalls Eintrittskarten zum Verkauf angeboten.
Restkarten sind ab Montag, den 25.06.2012 an der Infothek im Rathaus Baesweiler erhältlich.



Eschweiler, 21. Juli
Alpin Drums
Eschweiler, Festhalle Eschweiler-Weisweiler, Berliner Ring 2

kultur2012_08Bergkulisse, Bauernkluft, Kuhglocken: Volksmusik? Keinesfalls. Rhythmus pur mit ungewöhnlichen Instrumenten (und solchen, die eigentlich gar keine sind) bringen Alpin Drums zu Gehör. Diese Percussion-Gruppe ist ungefähr so volkstümlich angehaucht wie eine Samba-Formation, wenngleich man es den Musikern um Regisseur Toni Bartl ob ihrer Optik zutrauen würde plötzlich mit Folklore anzufangen. Wenn sie aber loslegen mit übermannsgroßen Trommeln, allem, was man für gewöhnlich beim Holzhacken einsetzt oder Löffeln und Waschbrettern, dann rockt der Saal. Und schnell erscheint ihr Aufzug in typisch bayrischer Manier ziemlich ironisch, denn der Sound lässt sich eher mit Stomp oder Cold Steel vergleichen als mit jodelnden Lederhosenträgern. Obgleich die Rhythmen eher zum Staunen als zum Lachen einladen, sorgen die Herren mit ureigenem Humor auch für manches Grinsen. Schließlich nehmen sie ihre Musik zwar ernst, ihre Aufmachung aber nicht, obwohl sie stolz auf „ihre“ Alpen sind. Sie holen die Klänge der Berge, wie sie garantiert noch keiner kennt, in die StädteRegion.
Foto: Josef Beck

Eintritt: € 3,00
Eintrittskarten sind bei allen Geschäftsstellen der Sparkasse in Eschweiler sowie den Vorverkaufsstellen des Aachener Zeitungsverlages und bei KlenkesTicket im Kapuziner Karree erhältlich.



Alsdorf, 4. August, 20.00 Uhr
„Parksymphonie“ – Platzinszenierung rund um die Alsdorfer Burg
Alsdorf, Burg - Burgstraße 1

kultur2012_09Einfach „nur“ irgendwo hingehen, sich hinsetzen und gucken: Das kann jeder. Kreativität und die Fähigkeit, zwischen einzelnen vielleicht teils sogar befremdlichen Elementen die Zusammenhänge zu erkennen, ohne dass eine Geschichte mit Anfang und Ende vorgespielt wird, darf beim Besuch der „Parksymphonie“ jedoch nicht zu Hause bleiben. Denn bei diesem Gesamtkunstwerk, das sich aus vielen kleinen Performances und Kunstformen wie aus Puzzlesteinen formt, ist das Publikum Teil des Ganzen und die Fantasie gefragt. Hier schreitet Thamar Hampe über ein Seil, als habe sie festen Boden unter den Füßen und schwebe nicht in luftiger Höhe. Dort erweckt Mario Triska auf seiner Violine Zigeunerswing musikalisch zum Leben. Geschichten erzählt Franz-Josef Koch allein mittels Licht und Schatten. Annette Schmidt verbringt nicht ganz freiwillig und fernsehnsüchtig Urlaub in „Balkonien“ und erlebt dort Wunderliches. Bartel Meyer steht inmitten des Burgparks wie eine Statue, Wasser plätschert um ihn herum und auf ihn herab – doch dieser Brunnen lebt. Bäume versinken im fortschreitenden Abend dank der Illuminationen von rost:licht in Helligkeit und Farben und verwandeln sich in etwas anderes, gigantische Pilze wachsen, Töne wabern durch die Sommerluft. Überall haben Besucher etwas zu gucken, zu ertasten, zu erfahren, zu hören, zu erforschen. Wer aufmerksam ist, erkennt bald auch, dass diese Teile wie kleine Rädchen sind, die ineinander greifen und sich vereinen. Wie Töne einzelner Instrumente in einer Symphonie wachsen hier Performances unter Beteiligung von regionalen Künstlern zusammen – zur „Parksymphonie“.
Eine rost:licht-Produktion in Kooperation mit regionalen Künstlern.
Foto: Bodo Brauer

Der Eintritt ist frei.



Herzogenrath, 17. August, 20.00 Uhr

Reinhold Beckmann
Herzogenrath, Aula des Städt. Gymnasiums, Bardenberger Str. 72

kultur2012_16Beckmann & Band
Ein musikalisches Programm über den verrückten Charme der kleinen Dinge. Über die Macken und Merkwürdigkeiten von uns Zeitgenossen. Melancholische Momente oder Gedanken, die sich einfach eingenistet haben. Die Liebe oder das, was manchmal von ihr übrig bleibt. 
Dabei zeigen sich Beckmann & Band musikalisch vielseitig, schräge Rumba-Klänge finden sich in ihrem Repertoire ebenso wie sentimentale Jazz-Balladen. Jedes Lied ist eine kleine Miniatur, eine Flaschenpost des Alltags. Mal versponnen, mal skurril, mal heiter ironisch - und immer sehr gefühlvoll. Ein bisschen Traurigkeit, ein bisschen Schalk, ein bisschen Eigenart und ganz viel Liebe sind die Zutaten für die Texte. Der Reinhold Beckmann, den die Kulturliebhaber aus der StädteRegion Aachen in Herzogenrath erleben, ist nicht der Fernseh-Moderator mit der Brille auf der Nase und den polemischen Fragen zum verschossenen Tor in der zwölften Minute, der auf den Öffentlich-Rechtlichen seinen Spielplatz hat. Vielmehr lernen sie einen ernstzunehmenden Musiker kennen, der sich traut, Intellekt mit eingängigen Melodien zu mixen und unaufgeregt den Alltag in all seinem (manchmal wundervollen...) Wahnsinn in Töne zu packen.

Eintritt: € 3,00
Eintrittskarten sind bei den Vorverkaufsstellen des Aachener Zeitungsverlages und bei KlenkesTicket im Kapuziner Karree erhältlich.
Am 21.6.2012 werden die Eintrittskarten in der Zeit von 7.00 - 17.30 Uhr bei der Stadtverwaltung Herzogenrath, Rathausplatz 1, Infothek im Foyer und ab 22.6.2012 zwischen 10:00 und 12:00 Uhr im Zimmer 307 zum Verkauf angeboten.



Würselen, 24. August, 20.00 Uhr
Jan Plewka singt Rio Reiser
Würselen, Katholische Kirche St. Pius X., Ahornstraße

kultur2012_10Gemeinsam mit der Band Schwarz-Rote Heilsarmee, deren Name Rio Reiser sicherlich Freude gemacht hätte, holt Jan Plewka „Alles Lüge“, „Für immer dich“ und „Junimond“ aus der Vergangenheit in die Gegenwart. Der Frontmann von Selig intoniert aber nicht einfach nur die Lieder und das war's. Er lebt sie. Zeigt sie. Und deswegen ist es auch kein typisches Konzert, sondern vielmehr ein Theaterabend rund um Rockmusik...... 
"Schon die ersten Töne, die Plewka herabfallen lässt, schaffen eine fast mystische, dichte Atmosphäre, die der Sänger den ganzen Abend über hat aufrechterhalten können. Mit seiner rauen, kratzigen Stimme, offen, wund und unendlich zärtlich ist Plewka die Idealbesetzung, um Reisers Lieder zu transportieren. Er wirft sich aufs rote Sofa, tobt durch Gänge ... und führt seine Band wie Straßenmusikanten durch die Reihen der Reiser-Gläubigen. (...) Wer vor Glück heulen möchte, muss sich diesen Abend anschauen." (Hamburger Abendblatt).
Foto: Sven Sindt

Eintritt: € 3,00
Eintrittskarten sind bei den Vorverkaufsstellen des Aachener Zeitungsverlages und bei KlenkesTicket im Kapuziner Karree erhältlich.
Am 28.6.2012 werden die Eintrittskarten in der Pfarre St. Sebastian, Sebastianusstr. 5 in Würselen zwischen 10:00 und 16:00 Uhr sowie ab 29.6.12 zwischen 10:00 und 12:00 Uhr zum Verkauf angeboten.

kukhaus

Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen
Austraße 9
52156 Monschau
Telefon/Fax: 02472 - 803194
info@kuk-monschau.de

Öffnungszeiten:
Di - Fr: 14.00 - 17.00 Uhr
Sa, So: 11.00 - 17.00 Uhr
Montags geschlossen
Parken direkt am Haus auf der Straße oder im Parkhaus möglich.


KuK Monschau

 
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