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NEW YORK: ME, WORRY? (09.04. - 13.06.2011)

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NEW YORK: ME, WORRY? (09.04. - 13.06.2011)
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Clemens Weiss, Mierle Laderman Ukeles, Helen Mayer Harrison und Newton Harrison
NEW YORK: ME, WORRY? – Eine Ausstellung über New York in Monschau …

calendar  Eröffnung am 9. April 2011 um 16.00 Uhr.

Ausstellungsdauer: 09.04.2011 - 13.06.2011

Einführung durch Dr. Nina Mika-Helfmeier und Clemens Weiss.
Projekteitung: Dr. Nina Mika-Helfmeier / S16
Kurator: Clemens Weiss
Es erscheint ein Katalog zur Ausstellung. 


Eine Ausstellung über New York, die Stadt, die sich rühmt, das alles, was irgendwie von Belang und Bedeutung ist auf dieser Welt, auch irgendwie mit ihr zu tun hat. Genauer gesagt, eine Ausstellung über einige der Befürchtungen und drohenden Sorgen der selbsternannten Welthauptstadt New York City.

Und Ausstellungsort ist Monschau, das idyllische kleine deutsche Bilderbuchstädtchen scheinbar unberührt von alledem. Monschau, eingebettet in das enge, gewundene Rurtal nahe der belgischen Grenze, unweit von Aachen gelegen, über das fast alle Zeitereignisse scheinbar spurlos hinweggegangen sind oder zumindest keine allzu sichtbaren Spuren im Stadtbild hinterlassen haben, außer vielleicht den unübersehbaren modernen Tourismus mit all seinen Erscheinungsformen.

Der Tourismus eint die Stadt Monschau dann auch mit New York, zumindest als so genannter Wirtschaftsfaktor, auch wenn er nicht so sehr das New Yorker Strassen- und Stadtbild bestimmt wie in Monschau; dies obwohl die Stadt New York mittlerweile jährlich den Rekord von fast 50 Millionen Besuchern erreicht.

(Aus dem Vorwort des Kataloges. Clemens Weiss · New York City 2011)

Eintritt frei!


Ökologiebewusste, moderne Kunst aus New York

KuK Monschau präsentiert Weltpremiere von „Die Verteidigung der Insel Manhattan“

Monschau. Mit der Vernissage „New York: Me, Worry?“ eröffnete das Kunst und Kulturzentrum der Städteregion Aachen in Monschau (KuK) eine Ausstellung über New York, die überrascht, befremdet und neugierig macht. Die Kunst- und Kulturbeauftragte der Städteregion Aachen und Leiterin des KuK, Dr. Nina Mika-Helfmeier, konnte zur Eröffnung, einen der drei ausstellenden Künstler, Mitkurator Clemens Weiss, der die Ausstellung auch konzipierte, begrüßen. Der in Deutschland geborene Künstler, lebt seit inzwischen 25 Jahren in New York. Die anderen beteiligten, in der amerikanischen Metropole lebenden Künstlerinnen und Künstler, Mierle Laderman Ukeles, Helen Mayer Harrison und Newton Harrison ließen ihre Grüße durch Clemens Weiss übermitteln.

New York und Monschau in einem Zusammenhang zu bringen, ist außergewöhnlich und eröffnet interessante Blickwinkel. Auf der einen Seite die selbsternannte Hauptstadt der Welt, die sich gerne rühmt, dass alles, was von Belang und Bedeutung auf der Welt ist, auch irgendwie mit ihr zu tun hat und auf der anderen Seite das idyllische Eifelstädtchen Monschau, dass ihren Ruhm und Bedeutung eher aus der Geschichte bezieht. Eine Welt-Metropole, deren Leben ohne Ruhepause ewig weiter pulsieren zu scheint, in direktem Bezug zu einer überschaubaren Kleinstadt, in der sich das öffentliche Leben ab 20 Uhr in die privaten Wohnzimmer zurückzieht. Auf den ersten Blick verbinden beide Städte mehr Gegensätze als Gemeinsamkeiten. Doch mit der gerade gestarteten Ausstellung gibt es eine interessante Verbindung, die sich vor allem durch einen ganz eigenen Blick auf den „Big Apple“ in Szene setzt.

Ökologisch orientiert
Clemens Weiss, dessen Arbeiten in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Museen und Kunstvereinen in den USA und Europa präsentiert wurden, sieht durchaus verbindende Elemente: „Monschau war ja auch einmal internationaler, zur Hochzeit der Tuchmacherindustrie. Monschau hat mit dem Strukturwandel zu kämpfen. New York hatte nie Industrie, war immer Zentrum und unterliegt einem stetigen Umbruch und Wandel“, so der Künstler. Da in New York die Dinge zehn Jahre früher geschehen, als anderswo, sei die Stadt auch immer ein Vorbild für Problemlösungen der Zukunft. Das hat ihn inspiriert für die Monschauer Ausstellung Künstlerkollegen einzubinden, die sich auf ganz eigene Art mit der Metropole und ihrer Zukunft auseinandersetzen. Durch die Mitarbeit der ökologoisch orientierten Künstler Mierle Laderman Ukeles, Helen Mayer Harrison und Newton Harrison, entstand eine untypische New York Ausstellung.

Park statt Müllkippe
Mierle Laderman Ukeles, Jahrgang 1939, setzt sich mit dem öffentlichen Raum und der öffentlichen Kultur auseinander. Ihre Arbeiten beschäftigen sich mit der Instandhaltung von Infrastrukturen, mit städtischen Mülllawinen, Recycling, Ökologie, urbaner Versorgung und dem Bemühungen, heruntergekommenes Land und Wasser wieder zu gesunden und öffentlichen Plätzen zu machen. New York bietet dazu einen perfekten Schauplatz. So beschäftigt sie sich schon seit längerem mit „Freshkills Landfill“ der größten Müllkippe der Welt, auf der die New Yorker seit 1948 Müll und Abfall angehäuft haben. Im Frühjahr 2001 wurde die Anlage geschlo9ssen, im September des gleichen Jahres startete ein Wettbewerb, die 12 Quadratkilometer Fläche in einen öffentlichen Park zu verwandeln. Auch Mierle Laderman Ukeles beteiligte sich. In Monschau sind ihre Planungen dazu ausgestellt. Unter dem Titel „Vorschlag für 1 Million Personen zur Teilnahme an einem Kunstwerk für New York City’s Freshkills Park: Öffentliche Gaben gemacht von allen, eingelöst von allen“ ist ihr Projekt in Bildern und Aufnahmen dokumentiert.

Weltpremiere in Monschau
Helen Mayer Harrison und Newton Harrison gehören zu den Pionieren der Öko-Art-Bewegung. Sie arbeiten seit fast 40 Jahren gemeinsam mit Biologen, Ökologen, Architekten, Stadtplanern und anderen Künstlern an ihren groß angelegten Projekten. Sie beinhalten unter anderem Flussrenaturierung, Stadterneuerung sowie land- und forstwirtschaftliche Aspekte. Mit ihren visionären Projekten haben die Harrisons schon oft zum Umdenken in der Regierungspolitik angeregt. In Monschau sind sie mit „Die Verteidigung der Insel Manhattan“ vertreten, einem Projekt, das sich mit dem Klimawandel und den dadurch entstehenden Folgen für die Küstenstadt, wie New York beschäftigt. „Ihr Projekt spielt durch, was mit Manhattan geschieht, wenn der Meeresspiegel steigt und was man tun kann, beispielsweise Deiche bauen oder die Insel überfluten. Diese Szenarien sollen auf großen Anzeigentafeln auf dem New Yorker Time-Square gezeigt werden. Doch das dauere noch etwas in der Umsetzung, weshalb Monschau in den Genuss einer Weltpremiere kommt.

Zur Ausstellung „New York: Me, Worry?“, wurde vom Kunst- und Kulturzentrum der Städteregion Aachen ein Katalog herausgegeben. Die Texte wurden von Frau Dr. Paula Niemitz übersetzt, vom Kommunikationsdesigner Bernd Held gestaltet und sind im KuK-Monschau käuflich zu erwerben.

Die Ausstellung ist bis zum 13. Juni in den Räumlichkeiten des KuK Monschau, Austraße 9 zu sehen. Öffnungszeiten sind von dienstags bis freitags von 14 bis 17 Uhr und samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr. (avl)

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Präsentieren Problemlösungen für eine Weltmetropole in Monschau, von links: Bernd Held, Clemens Weiss, Dr. Nina Mika-Helfmeier und Dr. Paula Niemitz.

Foto: van Londen







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Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen
Austraße 9
52156 Monschau
Telefon/Fax: 02472 - 803194
info@kuk-monschau.de

Öffnungszeiten:
Di - Fr: 14.00 - 17.00 Uhr
Sa, So: 11.00 - 17.00 Uhr
Montags geschlossen
Parken direkt am Haus auf der Straße oder im Parkhaus möglich.


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