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Das KuK-Programm 2011 stellt sich vor

Das KuK-Programm für 2011 stellt sich vor

Monschau. Das abgelaufene Jahr 2010 war ein gutes für das Kunst- und Kulturzentrum (KuK) der Städteregion in Monschau. Großen Anteil daran, dass weit über 16.000 Besucher den Weg ins KuK fanden, hatte die große Doppel-Ausstellung mit Cartoons von Peter Gaymann und den Beiträgen zum vierten internationalen Cartoonwettbewerb. "Es ist jedoch auch die besondere Mischung aus bekannten Namen, dem breiten Publikum eher unbekannten Künstlern, zeitgenössischer Kunst und regionaler Geschichte, die zum KUK - Besuch in die Eifel lockt. Sie zieht sich auch durch das neue Ausstellungsprogramm 2011, das sich auf sechs ganz unterschiedliche Ausstellungen konzentriert.


Sammlung Hans Gerd Lauscher

programm2011_laubDen Auftakt macht vom 12. Februar bis 4. April, die Präsentation historischer Ansichten der Stadt Monschau aus dem 18. Jahrhundert. Sammler Hans-Gerd Lauscher stellt dem KuK zum Teil bislang noch nie gezeigte Zeichnungen mit hohem historischem Wert für die Monschauer Stadtgeschichte zur Verfügung. Darunter befinden sich unter anderem Werke von Joseph Laub, einem Artillerie-Hauptmann, der nach 1762 in der Monschauer Invaliden-Garnison stationiert war. Zu den Qualifikationen eines Artilleristen zählten auch Fertigkeiten im militärischen Zeichnen (Kartierung des Geländes, Planung von Festungen und militärischen Bauten etc.). Joseph Laub nutzte sein zeichnerisches Talent, um den kärglichen Gnadensold aufzubessern und seine Familie (er hatte sieben Töchter) ernähren zu können. Laub verstarb 1773 in Monschau. Die in der Ausstellung gezeigten Werke dokumentieren die stadtgeschichtliche Entwicklung Monschaus und geben Einblicke in unterschiedliche künstlerische Sichtweisen, was sie nicht nur für historisch interessierte Besucher interessant macht.

„new york: me, worry?"

programm2011_newyorkAb dem 9. April bis zum 13. Juni, ist eine Metropole zu Gast in Monschau. Unter dem Titel „new york: me, worry?" will das KuK 20 Jahre nach der ersten Auflage der New-York-Collection in NRW mit einem Querschnitt der Arbeiten renommierter Künstler, wie Mierle Laderman Ukeles, Clemens Weiss sowie Newton & Helen Mayer Harrison den Impulsen des „Big Apple" nachspüren. Newton & Helen Mayer Harrison gehören zu den Pionieren der Öko-Art-Bewegung. Seit 40 Jahren arbeiten sie gemeinsam mit Wissenschaftlern und anderen Künstlern an kreativen Ideen und Lösungen zur Unterstützung der biologischen Vielfalt und gesellschaftlichen Entwicklung. Eine ihrer Skulpturen „Future Garden" ist auf dem Dach der Kunsthalle in Bonn zu sehen. Mierle Laderman Ukeles ist vor allem bekannt für ihre feministische Kunst. Clemens Weiss, in New York lebender deutscher Künstler, setzt sich mit seinen Skulpturen und Installationen für eine internationale Verständigung ein. Seine Skulptur „Regarding Non-Proliferation of Nuclear Weapon" ist – als offizielles Geschenk der Bundesrepublik Deutschland an die Vereinten Nationen – seit 1996 im Palast der Nationen (UN) in Genf ausgestellt.

5. Internationaler Cartoonwettbewerb

Beim fünften internationalen Cartoonwettbewerb der Städteregion (Start ist im März) und der dazugehörigen Ausstellung vom 17. Juni bis 17. Juli dreht sich im Jahr der Frauen-Fußball-WM (26. Juni bis 17. Juli) in Deutschland alles ums runde Leder. Dabei soll es jedoch nicht nur um kickende Frauen (und Männer) gehen, sondern das Spiel auf dem grünen Rasen in all seinen Facetten und seiner Faszination quer durch die Gesellschaft beleuchtet werden und zwar aus internationaler Sicht. Fußballer und Fans verstehen sich ohne Worte, ticken jedoch auch überall ein bisschen anders. Im vergangenen Jahr beteiligten sich rund 250 Künstler aus 44 Ländern an dem Wettbewerb.
Zeitgleich wird das KUK die Arbeiten der Aachener Cartoonistin Mele Brink präsentieren.

Anton Corbijn

programm2011_corbijnEr hat sie alle vor die Kamera bekommen, die Stones, U2, Bon Jovi, Johnny Cash, David Bowie oder Luciano Pavarotti. Mit seinen Schwarz-Weiß-Porträt hat der Niederländer Anton Corbijn den Ikonen der Pop- und Rockmusik aber auch anderen Prominenten ein Stückchen Unsterblichkeit geschenkt. Auch ungezählte Plattencover tragen seine Handschrift, darunter „The Joshua Tree" von U2 oder „Violator" von Depeche Mode sowie von Alben von Herbert Grönemeyer, der in London neben Corbijn wohnt. Außerdem führte der 55jährige Regie bei vielen Musikvideos von Depeche Mode über Metallica, die Rainbirds bis zu Herbert Grönemeyer. 2007 eroberte er mit „Control", der Film-Biografie über Ian Curtis, dem Sänger der englischen Band Joy Division auch die große Leinwand. Vom 23. Juli bis 3. Oktober ist eine Auswahl seiner Werke in Monschau zu sehen.

Thomas Stricker

programm2011_strickerDie letzte Wechselausstellung des Jahres ist den Skulpturen von Thomas Stricker gewidmet, dessen Werke vom 8. Oktober bis 22. Dezember ihr Publikum suchen. Der gebürtige Schweizer mit Wohnsitz in Düsseldorf setzt sich immer wieder mit Fragstellungen zu öffentlichem Raum und Landschaft auseinander. Seine Projekte gehen dabei weit über das traditionelle Skulpturenverständnis hinaus. Viele seiner organisch anmutenden Werke prägen den öffentlichen Raum, wie beispielsweise „Impluvium", eine Landschaft aus Betonskulpturen und Schwertlilien im Atriumshof des neuen Aachener Finanzamtes. Im vergangenen Jahr hat er unter anderem mit „Landschaft im Fluss", an der Ausstellung „Über Wasser gehen", einem Projekt der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 teilgenommen.

Marta-Museum

programm2011_martaAb dem 24. September bis zum 22. Dezember ist außerdem in der ersten Etage des KuK eine ganz besondere Ausstellung zu sehen, mit Leihgaben aus dem Herforder Marta-Museum für zeitgenössische Kunst und Design. Die erste Sammlung hat 1992 der damalige Museumsleiter Jan Hoet zusammengestellt. Hoet war 1992 künstlerischer Leiter der Documenta in Kassel. Ein Kunstwerk in eine Sammlung aufzunehmen, heiße, es zu bewahren. Zugleich werde es zum Prüfstein kommender Generationen, die an der Sammlung beurteilten, wie in der Vergangenheit Kunst beurteilt worden ist. Der aktuelle Museumsleiter Roland Nachtigäller hat die Sammlung weiter ergänzt. Die Sammlung Marta erzählt unterschiedliche Geschichten, vom Leben, von der Kunst und der Suche nach Ausdrucksformen in einer durch Design, Lifestyle und neue Medien geprägten Welt.

Spurensuche

Seit dem vergangenen September läuft im KuK mit viel Erfolg die Ausstellung „Spurensuche" mit Exponaten, wie Möbeln, Drucken, Bildern und Gebrauchsgegenständen aus dem Archiv der Städteregion. Sie ist noch bis zum 1. September 2011 zu sehen und soll 2012 mit weiteren restaurierten Fundstücken fortgesetzt werden. In diesem Jahr wird sie bereits durch eine Online-Präsentation zur Geschichte des ehemaligen Kreisheimatmuseums und der bislang gezeigten Exponate ergänzt.


kukhaus

Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen
Austraße 9
52156 Monschau
Telefon/Fax: 02472 - 803194
info@kuk-monschau.de

Öffnungszeiten:
Di - Fr: 14.00 - 17.00 Uhr
Sa, So: 11.00 - 17.00 Uhr
Montags geschlossen
Parken direkt am Haus auf der Straße oder im Parkhaus möglich.


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