Economy Meets Art
Start · KuK-Veranstaltungen · Veranstaltungen 2004 · FOTOGRAFIE-FOTOGRAFIA (20.10. - 14.11.2004)

FOTOGRAFIE-FOTOGRAFIA (20.10. - 14.11.2004)

fotografie

Fotografie / Fotografia: Fotografieausstellung polnischer Künstler

calendar Eröffnung am 20. Oktober 2004 um 18.00 Uhr.

Ausstellungsdauer: 20.10. - 14.11.2004

Nina Hobgarska, Zbigniew Kulik und Prof. Piotr Wolynski aus der polnischen Partnerstadt Jelenia Góra stellen außergewöhnliche Arbeiten im KuK Monschau vor.

Nina Hobgarska:
Wohnt in Jelenia Góra (Hirschberg) und ist dort auch tätig. Sie ist Kunstfotografin und leitet die BWA-Kunstgalerie. Sie ist Absolventin der Universität Wroclaw (Breslau), der Hochschule für Fotografie in Warszawa (Warschau) und ist Mitglied im Verein der Fotografiekünstler.
Einzelausstellungen "Fotografien", "Zone der Stille", "Private Realitäten", "Inneres", "Orte sind nicht unbeweglich" in Polen (Lodz, Katowice, Warszawa, Poznan, Jelenia Góra, Wroclaw, Wloclawek, Kraków), Deutschland (Görlitz, Berlin, Hünfeld, aachen, Greiz, Altenburg), Finnland (Valkeakoski), Tschechien (Prag, Kolin), Dänemark (Kopenhagen, Aarhus) und im ehemaligen Jugoslavien (Sarajewo, Ljubljana).
In der Fotografie interessiert sie sich für Orte der Stille und den Raum für Betrachtung, die sie findet oder selbst erschafft.

Orte – Riesengebirge
Für die Ausstellung im KuK Monschau zeigt Nina Hobgarska Fotografien aus dem Riesengebirge.
Was bedeutet das Riesengebirge für Nina Hobgarska, die für sich selbst und für uns dort eine "Privatsphäre", "Zonen der Stille" und "Innerstes" findet?
Die eben genannten Ausstellungen, wie auch diese, die den Titel "Riesengebirge (Karkonosze)" trägt, sind wiederholte Proben einer Beschreibung von Gefühlen, Erfahrungen und Erinnerungen. Festgehalten und unbeweglich – verleihen sie gleichzeitig den Eindruck von Empfndungen, die unablässig aus unserem Blickfeld verschwinden. In den Bildern von Nina Hobgarska treffen sich Zeit und Ort in vollendeter Gestalt: in der Fotografie.
Zu den Orten, wie die Verfasserin behauptet, zu denen man zurückkehrt, sind die, die sich in unserem Gedächnis als Nachlass eingeprägt haben. Nina Hobgarska, deren Fotografien seit den Achtizigern gezeigt werden, wiederholt oft, dass Orte mit ihrer eigenen Stimmung in Bezug zu ihrer Zeit stehen müssen. Dann erst entstehen Bilder, die man nicht ausdenken braucht, die keiner zusätzlichen Schöpfung bedürfen oder zu Ende zu erzählen man nicht genütigt ist. Diese Fotografien sind nicht ausschließlich Bilder. Die scheinbare Genauigkeit, die Augenscheinlichkeit und Handgreiflichkeit der Haushöfe, die durchdringende Einsamkeit der Parkdetails oder die in der Ausstellung gezeigten Orte im Riesengebirge stehen der Künstlerin näher als die bunte und doch oberflächliche Alltäglichkeit.
Vor den Fotografien Ninas stehend, behalten wir die Bilder für uns selbst, wir kosten sie wie geheime Aussichten aus dem Fenster, wie Blicke in Spiegel, in denen sich Licht, Schatten und Raum vermischen. In den im Riesengebirge entstandenen Fotografien bilden Zeit und Ort einen Urraum. Die Horizontlinie, der Berg, der Wasserspiegel, zerstreutes Licht, manchmal auch ein Portrait des Himmels, lösen in uns ein durchdringendes Gefühl der Vergänglichkeit aus und eine unbekannte Sehnsucht nach Etwas, was bestimmt nicht unsere Erfahrung sein wird. Das Licht lockt uns an den Rand der nirgendwo wiederholbaren Formen des Riesengebirges.
(Jacek Jásko)

Zbigniew Kulik:
Geboren 1952 in Jeleni Góra. Absolvent der Wirschaftsuniversität in wroclaw (Ökonomie und Organisation der Touristik – 1976). Seit dieser Zeit ist er im Museum für Sport und Touristik in Karpacz tätig. Im Jahre 1980 beendete er das Aufbaustudium an der Jagiellonischen Universität in Kraków.
Er ist Verfasser von etlichen touristischen Reise- und Wanderführern und vielen Zeitschriftenartikeln aus dem Bereich der sudetischen Geschichte der Touristik, besonders der Region von Jelenia Góra. Mitautor der Monografie über das schlesische Riesengebirge "Karkonosze polskie", die die Abteilung Wroclaw der Polnischen Akademie der Wissenschaften und die Wissenschaftliche Gesellschaft für das Riesengebirge in Jelenia Góra herausgaben.
Er ist Verfasser und Mitveranstalter von über 60 Ausstellungen im Museum für Sport und Touristik in Karpacz (1978 - 2004).
Zbigniew Kulik ist als Kunstfotograf mit Einzelausstellungen in Polen, Deutschland, Dänemark, Frankreich vertreten. Seine Werke erscheinen in touristischen Veröffentlichungen im in- und Ausland, in Büchern, Alben, Plakaten und Foldern. Er fotografiert Berge, Landschaften, die Pflanzen- und Tierwelt, geschichtliche Objekte und Altertümer.
Das Ministerium für Kultur und Kunst in Polen zeichnete ihn mit dem Ehrenabzeichen "Verdienst für Kultur" aus, das Komitee für Körperkultur und Touristik verlieh ihm das goldene Abzeichen "Verdienst für Touristik" und der polnische Staatspräsident ehrte ihn mit dem "Goldenen Verdienstkreuz".

Farben der Hoffnung
"Niemals versuchte ich, das Riesengebirge - das ich schon immer kannte - in Farbe zu fotografieren. Die größte Aufmerksamkeit schenke ich den Dingen, die in Farbe das festzuhalten versuchen, was nur unsere Augen sehen; das, was kein lichtempfindliches Material und keine Kamera registrieren."
Die Fotografien von Zbigniew Kulik rufen eine Märchenwelt von Träumen über ein Idealland hervor. Ein Land, schillernd in voller Farbenpracht, hervorgezaubert mit Licht und sich ständig verändern. Niemals ist es dasselbe, wenn auch die Schneekoppe, der Kleine Teich, die Schneegruben als immer anwesend erkennbar sind.
Jeder, der mit dem Riesengebirge verwachsen ist, hat hier seine Orte, seine Anblicke. Auf den farbigen Fotografien von Zbigniew Kulik dagestellt, rufen sie die Erinnerung an die Welt der Schönheit, der Harmonie und der Freude hervor. An die Welt, die so oft dem alltäglichen Leben fernsteht.
(Jacek Jásko)

Piotr Wolynski:
Er ist Absolvent der Hochschule für Philosophie und Fotografie in Posen. Für Piotr Wolynski ist Fotografie: "Fotografie hat nicht nur mit Ästhetik zu tun, sondern vielmehr mit unserer Vision von einem Gegenstand in unserem Gedächnis." Er benutzt seinen Fotoapparat als Instrument um Natur, die Menschen, Gegenstände, sowie Situationen und Realität als Beobachter zu erfahren. Seine Arbeiten zeugen von faszinierter Analyse und Neugier für Formen und Objekte. Piotr Wolynski organisiert zahlreiche internationale Wettbewerbe für Fotografie und ist seit 2002 Leiter des Instituts für Fotografie an der Hochschule in Posen.
Ausstellungen im In- und Ausland.

Piotr Wolynski ist hier mit drei Arbeiten (causal forms – mimoformy III; zwei s/w Fotografien und zwei Negative (gerahmt); Jahr 2000) vertreten und wird im April und Mai 2005 mit einer großen Einzelausstellung im KuK Monschau zu sehen sein.

Eintritt frei!

Fotos der Ausstellung

Fotos: Bernd Held

 

kukhaus

Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen
Austraße 9
52156 Monschau
Telefon/Fax: 02472 - 803194
info@kuk-monschau.de

Öffnungszeiten:
Di - Fr: 14.00 - 17.00 Uhr
Sa, So: 11.00 - 17.00 Uhr
Montags geschlossen
Parken direkt am Haus auf der Straße oder im Parkhaus möglich.


KuK Monschau

 
Banner
Banner
© 2001 - 2011, Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen in Monschau