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Start · KuK-Veranstaltungen · Veranstaltungen 2005 · J. PÜTTMANN & P. GRAF (08.05. - 10.07.2005)

J. PÜTTMANN & P. GRAF (08.05. - 10.07.2005)

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Jeanne Püttmann & Philipp Graf: KOMMST DU NOCH VORBEI …? – Fotoausstellung

calendar Eröffnung am 8. Mai 2005 um 14.00 Uhr.

Ausstellungsdauer: 08.05. - 10.07.2005

Jeanne Püttmann (geboren 1977) lebt und arbeitet als Fotografin in Aachen. Sie absolvierte ein Studium der visuellen Kommunikation an der Academie Beeldene Kunsten Maastricht, das sie 2001 erfolgreich mit dem Diplom in der Hauptfachrichtung „Fotografie" abgeschlossen hat. Seit dem Jahr 2002 ist sie Mitglied der Ateliergemeinschaft des KuK Monschau.

Philipp Graf (1983 in Monschau geboren) lebte und arbeitete als Fotograf bis kurzem in Berlin und wird im Oktober 2005 sein Studium der Fotografie im Fachbereich Fotodesign in Bielefeld beginnen.

Die Bildwelten beider Fotografen erzielen ihre vitale Spannung aus dem Wechselspiel von Narration und Dokumentation. Jeanne Püttmann zeigt eine Serie großformatiger schwarz/weiß Arbeiten, in denen die Bewegungen und Darstellungen der Körper und Personen meist mit kurzen Textpassagen tagebuchartig über- und unterschrieben sind. Text und Schrift fungieren hierbei sowohl als grafisches Element als auch als sinnstiftende Informationsquelle. Durch die fotografischen Mittel der Unschärfe, als Ausdruck von Bewegung, und des vor allem durch die Texteinfügungen, hervortretenden schwarz/weis Kontrastes werden Irritationen erzeugt, die eine Zuweisung der Kunstwerke zu einer klaren Gattung wie Portrait, Dokumentation oder Werbefotografie unmöglich machen.

Philipp Graf präsentiert in der Ausstellung die Serie „Kommst Du noch vorbei?" erstmals der Öffentlichkeit. Auf den ersten Blick wirken diese Arbeiten wie eine Fotoreportage oder eine Werbekampagne. Die vom Fotografen gewählten Ausschnitte konzentrieren sich allerdings auf eine Perspektive, die eine reale Verortung unmöglich macht und erst in der individuellen Zusammenfügung ein Gesamtbild erzeugen. Die eigentliche Geschichte entsteht durch die Lust des Sehens im Kopf des Betrachters.

Einen Gegenpol zu dieser Serie bilden die Arbeiten von abgelichteten Raumstrukturen. Ihre Bildinhalte sind Darstellungen von makrokosmischen und mikrokosmischen Formen, von Funktionsräumen, Architektur und Ordnungssystemen. Sie zeugen von einem sehr genauen, analytischen Blick des Fotografen auf seine Umwelt, durch den unerwartete und überraschende Ähnlichkeiten zweier anscheinend verschiedener Orte und Funktionsräume offenbart werden. Die den Arbeiten immanente vergleichende Betrachtung führt letztendlich zur Frage des Unterschieds zwischen einer dokumentarischen Abbildung und einer subjektiven Fotografie.

Die Ausstellung macht deutlich, dass beide künstlerische Positionen sich einer Genrezuordnung entziehen. Sie springen vielmehr spielerisch zwischen den Möglichkeiten fotografischer Wahrnehmung hin und her. Es geht nicht mehr um abgebildete Realitäten, sondern um das Bewusstsein der subjektiven Inszenierung von Bildern und die Arbeitsweise von Fotografie.

„Die Kamera zeichnet auf. Das Gehirn tätigt den Auslöser, und das Leben bestimmt den Bildausschnitt." (Wilhelm Schürmann: Kunstforum, Bd. 172, 2004, S. 175)

Eintritt frei!


Fotos der Ausstellung

Fotos: Bernd Held

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